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Dada Masilo’s HAMLET, © Lauge Sorensen
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ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

11.7. bis 11.8.2024

Im Jahr 1984 gegründet hat sich das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival zum größten Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance entwickelt. Alljährlich präsentiert es im Sommer ein einzigartig vielfältiges Programm mit Performances, Workshops, Research Projects und musikalischen Acts.



Ab sofort sind alle 254 Workshops und Research Projects, die 2024 wieder in den lichtdurchfluteten Studios des Wiener Arsenal stattfinden, online und buchbar. 157 nationale und internationale Dozent*innen laden ein, sich in 17 Departments wie Contemporary, Ballett, Improvisation, Jazz, Composition und Modern auszuprobieren. Neu dabei sind u. a. Ariel Douglas, Sonja Pregrad, Jr Maddripp, nora chipaumire und Marie Kaae. Doch was wäre das Festival ohne seine jahrelangen Wegbegleiter*innen, wie Terence Lewis, Alleyne Dance, Salim Gauwools, Libby Farr, Peeps, Risa Steinberg, Joe Alegado, Nina Kripas und Christopher Matthews.

Der Vorverkaufsstart für ausgewählte Produktionen startet am 8. Mai. Darunter finden sich große Namen wie William Kentridge, Dada Masilo, Anne Teresa De Keersmaeker, Sidi Larbi Cherkaoui, Wim Vandekeybus und Jérôme Bel, aber auch Alexander Vantournhout oder die Korea National Contemporary Dance Company.
Tickets für das gesamte Performance- und Soçial-Programm sind ab 12. Juni erhältlich.

Kontakt

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival
Museumstraße 5/21
A-1070 Wien

Telefon: +43.1.523 55 58
Fax: +43.1.523 55 589
E-Mail: info@impulstanz.com

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

25.08.20, 14:20, Tini Trotz Corona ein Superprogramm

Die Public Moves Workshops 2020 waren eine Superidee. Tolle Dozent*innen, spannende und sehr abwechslungsreiche Workshops und eine Toporganisation

Performance

Alexander Vantournhout / not standing (BE)

Foreshadow

Österreichische Erstaufführung

Acht akrobatische Tänzerinnen und Tänzer, eine stabile Wand und experimentelle Rockmusik der britischen Band This Heat: that’s it. Daraus zaubert der Brüsseler Tanz-Shootingstar Alexander Vantournhout eine Utopie davon, was der menschliche Körper als Tanzwesen werden könnte. Seine Foreshadow-Figuren bewegen sich, gestützt von Schultern, Füßen und Knien der jeweils anderen, flink wie Geckos über die Wand. Ein Bewegungsmotiv greift ins andere, die Choreografie funktioniert präzise wie ein Uhrwerk. Zusammen erinnert dieses Ensemble an das Getriebe eines kollektiven Körpers, der die Grenzen des Gleichgewichts, die Folgen seines Bewegungsdrangs und die Gesetze der Schwerkraft herausfordert. Vantournhouts so vielseitige wie singuläre Tanzsprache ist geprägt von Kampfsport, Zirkus und Yoga. In jedem Stück wird etwas anderes ausprobiert: Hier sind es straff orchestrierte chaotische Bewegungsmuster. Ziel dieses choreografischen Kunststücks sind Auslotungen des gerade noch Möglichen in den heiklen Wechselwirkungen zwischen Körper und Objekt.

Konzept und Choreografie: Alexander Vantournhout
Mitarbeit und Performance: Noémi Devaux, Axel Guérin, Patryk Kłos, Nick Robaey, Josse Roger, Emmi Väisänen/Margaux Lissandre, Esse Vanderbruggen und Alexander Vantournhout/Chia-Hung Chung
Dramaturgie: Rudi Laermans und Sébastien Hendrickx
Probenleitung: Sandy Williams
Kostüme: Patty Eggerickx assisted by: Isabelle Airaud
Musik: This Heat
Licht: Bert Van Dijck
Sound: Ruben Nachtergaele
Tourleitung: Frans Brood Productions
Compagnie-Management: Esther Maas
Technische Leitung: Bram Vandeghinste und Rinus Samyn
Produktions- und Tourmanagement: Barbara Falter, Aïda Gabriëls und Kiki Verschueren
Produktion: not standing
Koproduktion: le CENTQUATRE, Paris (FR), Kunstencentrum VIERNULVIER, Ghent (BE), Julidans, Amsterdam (NL), Biennale de la Danse, Lyon (FR), Le Maillon, Strasbourg (FR), Les Halles de Schaerbeek (BE), MA scène nationale – Pays de Montbéliard (FR), La Passerelle, scène nationale de Saint-Brieuc (FR), Theater Freiburg (DE) und Le Carreau Scène nationale de Forbach et de l’Est mosellan (FR)

Dauer: 75 Min
Preise: 8 / 11 / 16 / 24 / 39 / 50 / 62 Euro
Ermäßigt: 6 / 9 / 13 / 20 / 33 / 42 / 52 Euro

Diese Performance enthält laute Musik.
Empfohlen ab 14 Jahren.

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Buchpräsentation

Andrea Amort | Tanja Brandmayr | Gerlinde Roidinger (AT)

Erika Gangl und der Neue Tanz

Immer noch stimmt die biblische Feststellung, dass ein Prophet nirgendwo weniger gilt als in seiner Heimat. Gegen verweigerte Anerkennung und das Vergessen im Tanz arbeitet die renommierte Forscherin und Autorin Andrea Amort seit Jahren mit großer Beharrlichkeit an. Wem ist zum Beispiel Erika Gangl noch ein Begriff? Zur Erinnerung: Die Linzerin war eine hochgeschätzte Pädagogin und Kämpferin für den avantgardistischen Tanz in Österreich. Jetzt widmet Amort der Künstlerin, die schon in den 1960ern John Cages Music for Piano interpretierte und 2000 im Alter von nur sechzig Jahren starb, eine Monographie. Diesen zusammen mit Tanja Brandmayr und Gerlinde Roidinger bei Hollitzer herausgegebenen Band stellt die Tanzhistorikerin jetzt vor. Dabei ist Amort eine verlässliche Quelle, denn sie hat seinerzeit selbst bei Gangl modernen Tanz und Ballett studiert.

Eintritt frei

Dauer: 60 Min
Eintritt frei

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Performance

Andrew Tay & Stephen Thompson (CA & CA/FR)

Make Banana Cry

Österreichische Erstaufführung

Bitte nicht wundern, wenn hier ein Cowboy auf einem Plastikhendl vorbeireitet und mit seinem Müllpicker zu „schießen“ anfängt. Und sich kurz der erschütternde Ohrwurm Y.M.C.A. einschleicht. Denn in diesem subversiven Defilee der Körper, Dinge und Materialien wird unsere oft allzu blind verehrte, sich für universal haltende Popkultur auf die Schaufel genommen. Die Zeremonienmeister von Make Banana Cry sind Andrew Tay, derzeit Leiter des Toronto Dance Theatre, und Stephen Thompson, der unter anderem bei Trajal Harrell getanzt und eine Bronzemedaille bei den „World Figure & Fancy Skating Championships“ gewonnen hat. Trickreich gestylt und kunstkodiert, dient ihre von sechs Performer*innen unvergesslich umgesetzte Parade dazu, den westlich geprägten Blick auf Repräsentationen des „Asiatischseins“ zu verwirren und mit Stereotypen aufzuräumen.

Performance: Francesca Chudnoff, Hanako Hoshimi-Caines, Cynthia Koppe, Sehyoung Lee, Andrew Tay und Stephen Thompson
Rauminstallation: Dominique Pétrin
Produktion: Romane de Montgrand
Tourtechnik und Licht: Öykü Önder
Foto: Claudia Chan Tak und Manuel Vasson

Dauer: 60 Min
Preis: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro

In englischer Sprache.
Empfohlen ab 10 Jahren.

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Tanz

Anne Juren & Frédéric Gies (AT/FR & SE/FR)

Jumelles

Österreichische Erstaufführung

Auf den ersten Blick scheint es, als würden diese beiden Figuren zu einem historischen Kostümball einladen: Frédéric Gies tritt in sattem Gelb auf, Anne Juren in träumerischem Blassblau. Doch hier feiern die zwei passionierten Tänzer*innen, Choreograf*innen und Forscher*innen ganz zeitgenössisch ihre 20 Jahre dauernde Freundschaft, und zwar als Jumelles , also „weibliche Zwillinge“. Sie präsentieren sich binokular, sodass man sie wie durch ein „Fernglas“ (die zweite Bedeutung des französischen Titels) betrachten kann. Beide sind aus Frankreich ausgewandert: Gies nach Malmö und Juren nach Wien. Für ihr von Technosound befeuertes Stück haben sie sich nach jeweils eigenständigen Erfolgen und zahlreichen Kollaborationen zusammengeschlossen. Das Ergebnis ist ein gegenseitiges tänzerisches Portrait ohne Scheu vor Verausgabung oder Blößen.

Choreografie und Performance: Anne Juren und Frédéric Gies
Sound und Musik: Paul Kotal
Musik: Fiedel
Licht: Thomas Zamolo
Kostüme: Grzegorz Matlag
Produktionsleitung: Ambre Andriamanana und Magdalena Stolhofer
Produktion: Dance is ancient (SE) und Wiener Tanz- und Kunstbewegung (AT)
Koproduktion: Inkonst Malmö (SE), Weld (SE), Skogen (SE) und ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival (AT)

Dauer: 70 Min
Preise: 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 Euro

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Performance

Anne Teresa De Keersmaeker / Rosas (BE)

Vocabularium – Lecture Performance

Österreichische Erstaufführung

Dieser Auftritt ist absolut einzigartig. Eine der einflussreichsten Choreografinnen unserer Zeit tritt 44 Jahre nach ihrem ersten Stück ( Asch ) live vor ihr Publikum, gibt per Video Einblick in ihre äußerst elaborierten Arbeitsweisen und lüftet viele der Geheimnisse hinter ihren weltweiten Erfolgen: von Fase und Rosas danst Rosas über Drumming und Rain , Zeitung und

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Tanz

Anne Teresa De Keersmaeker, Radouan Mriziga / Rosas, A7LA5 (BE & BE/MA)

Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione

Österreichische Erstaufführung

„Haben wir noch vier Jahreszeiten?“, fragt sich Anne Teresa De Keersmaeker angesichts der aktuellen Klimaveränderungen. Diesem Umbruch wendet sie sich hier zusammen mit ihrem marokkanischen Co-Choreografen Radouan Mriziga auf Basis von Antonio Vivaldis Violinkonzerten Die vier Jahreszeiten zu. Der Zyklus bildet den Anfang einer Sammlung von insgesamt zwölf Konzerten, die Vivaldi 1725 unter dem Titel Il Cimento dell’Armonia e dell’Inventione („Der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung“) veröffentlicht hat. In Einklang mit der Natur zu leben, haben die kurzsichtigen Industriegesellschaften mit Herablassung sogenannten „Naturvölkern“ überlassen und sich auf ein Unmaß an Erfindungen gestürzt. Auf die bekannten Folgen reagieren die Tänzer*innen von De Keersmaekers Compagnie Rosas, indem sie sich in Vivaldis virtuose Klangwitterungen stürzen, die meisterhaft von Amandine Beyer und ihrem Ensemble Gli Incogniti gespielt werden. Das Resultat ist dieses emotionale Werk mit seiner einzigartigen choreografischen Sprache.

Konzept, Choreografie, Bühnenbild und Licht:
 Anne Teresa De Keersmaeker und Radouan Mriziga
Mitarbeit und Performance: Boštjan Antončič, Nassim Baddag, Lav Crnčević und José Paulo dos Santos
Musik: 
Antonio Vivaldi’s Le quattro stagioni, gespielt von Amandine Beyer, Gli Incogniti
Kostüme:
 Aouatif Boulaich
Probenleitung: 
Eleni Ellada Damianou
Musikalische Beratung:
 Amandine Beyer

Dauer: 90 Min
Preise: 8 / 11 / 17 / 28 / 42 / 54 / 68 Euro
Ermäßigt: 6 / 9 / 14 / 23 / 35 / 45 / 57 Euro

Anne Teresa De Keersmaeker, Radouan Mriziga / Rosas, A7LA5 (BE & BE/MA) bewerten:

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Performance

Astrid Boons (BE/NL)

Khôra

Österreichische Erstaufführung

Seit Platon ist der Begriff der Khôra (altgriechisch: „Platz, Gebiet, Land, Raum“) ein flüchtiger, um den Denker*innen von Aristoteles bis Derrida, von Heidegger bis Kristeva, eher wie um einen rätselhaften Gegenstand herumgegangen sind, als ihn eindeutig festzulegen. Die belgische Choreografin Astrid Boons traut sich mit ihrem Gruppenstück nun hinein in diesen Ort, der gleichzeitig ein Nicht-Ort ist: sowohl Spiegelbild unserer zunehmend technologisierten, das Körperliche verdrängenden Welt, als auch Reaktion auf sie, mögliche Zuflucht. Fünf Tänzer*innen, auf nichts als ihre Körper und einander zurückgeworfen, verorten sich immer aufs Neue in einem gespenstisch glatten Wasteland und stellen eine gleichermaßen simple wie unmögliche Frage: „Wie bekommen wir unsere Menschlichkeit zurück?“

Konzept und Choreografie: Astrid Boons
Mitarbeit und Performance: Karolina Szymura, Spencer Dickhaus, Amy Josh, Matilde Tommasini und Lukas Karvelis
Musik: Miguelángel Clerc Parada
Kostüme: Bregje van Balen
Bühnenbild und Licht: Zaza Dupont
Beleuchtung: Lisette van der Linden
Dramaturgie: Eva Martinez
Produktion: Korzo
Koproduktion: Hessisches Staatsballett im Rahmen der Tanzplattform Rhein Main (DE)

Dauer: 40 Min
Preise: 14 / 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 11 / 17 / 23 Euro

Empfohlen ab 10 Jahren.

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Performance

Aymeric Hainaux & François Chaignaud / Mandorle productions (FR)

Mirlitons

Österreichische Erstaufführung

Eine kleine Plattform, Schuhe, Mikrophone und eigenwillige Geräusche gehören zu einem Ritual, für das der Tänzer-Choreograf François Chaignaud und der Musiker Aymeric Hainaux sich zur Zusammenarbeit entschlossen haben. Aktionen und Dinge tragen mehrfache Bedeutungen, wie schon der Titel nahelegt: Mirlitons sind Kinderflöten ebenso wie Louis d’or Goldmünzen. Die Bezeichnung „Mirliton“ tragen aber auch eine Mehlspeise und eine historische Kopfbedeckung beim französischen Militär. In diesem Duett geht es jedoch nicht schrill, sondern ausgelassen und auf skurrile Art nerdig zu. Ob als Battle, Konzert oder Ritual – mit ihrer Partitur aus ungleichmäßigen Kadenzen machen die beiden ihre Bühne zu einem Spielplatz mit unberechenbaren, wechselnden Regeln, die den Exzess zu einer Therapie auf dem Weg zur Konfliktlösung machen.

Konzept und Performance: Aymeric Hainaux und François Chaignaud
Künstlerische Zusammenarbeit: Sarah Chaumette
Kostüme: Sari Brunel
Licht: Marinette Buchy
Sound: Jean Louis Waflart, Patrick Faubert und Aude Besnard
Technische Leitung: Marinette Buchy und Anthony Merlaud
Produktion: Mandorle productions (Garance Roggero, Jeanne Lefèvre und Emma Forster)
Internationaler Vertrieb: APROPIC–Line Rousseau–Marion Gauvent
Koproduktion: MC93 – Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis (FR), Festival d’Automne à Paris (FR), Charleroi danse – Centre chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles (BE),
Maison de la Danse Lyon – Pôle européen de création (FR), Festival Next (FR/BE), Theater Rotterdam (NL), Triennale di Milano (IT), KunstFestSpiele Herrenhausen Hannover (DE) und Bonlieu Scène nationale Annecy (FR)

Dauer: 70 Min
Preis: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro

In französischer Sprache.
Diese Performance enthält laute Musik.
Empfohlen ab 8 Jahren.

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Performance

Camilla Schielin (AT)

into (quickening ground)

In einer Zeit, in der wir es gewohnt sind, Bildern und Personen, Historischem genauso wie Banalem, nur noch flüchtig als Teil eines ewig nach unten fließenden Stroms zu begegnen, macht Camilla Schielin auf die Kehrseite der sogenannten Timeline aufmerksam. Das Neue und vermeintlich Wichtige wandert nicht bloß nach unten – Dinge, die wir längst vergessen hatten, neigen auch zur „geisterhaften Wiederkehr“. Zum Beispiel der in den 2000ern in Frankreich entstandene Tanz „Tecktonik“, der auf YouTube eine kurze Popularität genoss und den Schielin wieder ans Licht holt, um sich mit ihm tiefer in den titelgebenden quickening ground hineinzumanövrieren. Ein beeindruckendes Solo zwischen Kollektivgedächtnis und Biografie, Verkörperung und Virtualität.

Konzept und Performance: Camilla Schielin
Sound: Paul Ebhart (mit Gitarrenaufnahmen von Luis Hackbeil Krüger)
Kostüme: Karolin Braegger
Künstlerische Beratung: Andrius Mulokas
In Dialog mit: Julia Müllner, Yoh Morishita, Claire Lefevre, Magdalena Forster und Luca Büchler
Koproduktion: Tanzquartier Wien (AT) und Camilla Schielin

Dauer: 50 Min
Preis: 20 Euro
Ermäßigt: 17 Euro

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Performance

Christine Gaigg / 2nd nature (AT)

polymono

Uraufführung

Der Titel zu Christine Gaiggs Gruppenarbeit polymono hätte „in aggressiverer Ausformung“ auch lauten können: Smash Mononormativity . Aber um ein Verhärten der Fronten zwischen der sogenannten „freien Liebe“ und Monogamie geht es der Wiener Choreografin, Regisseurin und Autorin nicht. Stattdessen sollen Grenzen aufgeweicht werden, Zuschauer*innen und Performer*innen sich im „schwankenden, fluiden und sich ständig ändernden Raum“ aufeinander zubewegen, schlicht: begegnen. Gaiggs immersives Performance-Essay befragt charmant unsere Konstruktion von Vielheiten und Exklusivität. In einem von Philipp Harnoncourt gestalteten Raum entwickeln die Performer*innen Anna Prokopóva, Florian Tröbinger, Frank Willens, Manuela Deac und Christine Gaigg selbst ein Beziehungspatchwork, das die Zuschauer*innen in partizipative Geflechte, amouröse Zirkel und kooperative Netzwerke, aber auch in Exklusives und Abgrenzungen verwickelt – in, wie Gaigg beschreibt, „luftiger Atmosphäre: leichtfüßig, witzig und drängend.“

Performance: Christine Gaigg, Anna Prokopóva, Florian Tröbinger, Frank Willens, Manuela Deac
Raum: Philipp Harnoncourt

Dauer: 70 Min
Preis: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro

In deutscher und englischer Sprache.

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Performance

Clara Furey / Bent Hollow (CA)

UNARMOURED

Österreichische Erstaufführung

Unendlichkeit ist ein Gefühl, und dieses will Clara Furey stimulieren. Die kanadische Tänzerin, Choreografin, Musikerin und Schauspielerin nimmt ihr Publikum mit auf Sphären einer kosmischen Erotik. In ihrer neuen Arbeit tanzen vier Individuen, darunter auch Furey selbst, ihre Körper „unarmoured“ – ohne die Panzerungen des sozialen Alltags und seinen geschlechtlichen Zuschreibungen – in die Weiten innerer Ozeane in eine direkte Begegnung mit ihren Sehnsüchten. Das Quartett ist in Fortführung früherer Werke wie Cosmic Love und Dog Rising ein existenzielles Experiment. Fließende, fleischliche Wirbel von Bewegung und Sound lösen emotionale Wellen aus, die Fantasien über das Unendliche triggern können. So branden „der Liebe und des Meeres Wellen“ an die Klippen unserer harten und zerrissenen Gegenwart.

Konzept, Choreografie und künstlerische Leitung: Clara Furey
Choreografische Mitarbeit und Performance: Justin de Luna, Clara Furey, Be Heintzman Hope und Brian Mendez
Musikalische Komposition und Live-Verräumlichung: Twin Rising
Künstlerische Beratung: Bettina Blanc Penther und Aïsha Sasha John
Probenleitung: Lucie Vigneault und Simon Portigal
Kostüme: Be Heintzman Hope
Licht: Paul Chambers
Lichtassistenz: Jordana Natale
Technische Leitung: Jenny Huot und Darah Miah
Vertrieb: A propic / Line Rousseau, Marion Gauvent und Lara van Lookeren
Produktion: Bent Hollow Cie
Executive Production: Parbleux
Koproduktion: Atelier de Paris – CDCN (FR), Centre choréographique national d’Orléans (FR), Centro Servizi Culturali Santa Chiara Trento (IT), Charleroi danse (BE) und Festival Transamériques (CA)

Dauer: 60 Min
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro

Diese Performance enthält Stroboskop-Lichteffekte.
Diese Performance enthält Nacktheit.

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Tanz

Dada Masilo / The Dance Factory (ZA)

Dada Masilo’s HAMLET

Uraufführung

Jetzt kommt HAMLET! Nach weltweiten Erfolgen mit Neuinterpretationen von Romeo and Juliet, Carmen, Swan Lake, Giselle oder, zuletzt im Volkstheater gefeiert THE SACRIFICE , bringt die Südafrikanerin Dada Masilo ihre höchst eigene Version des wortreichsten aller Shakespeare-Dramen auf die Bretter der Welt: bei ImPulsTanz auf die Bühne des Burgtheaters. „Hamlet ist ein dunkles Stück“, sagt die Star-Choreografin, das aber „schwarzen Humor“ enthält. Thematisch im Vordergrund stehen der trügerische Schein des Gesagten und der Dinge sowie schlimme Intrigen: zum Beispiel der Verrat Prinz Hamlets an Ophelia, Rosencrantz und Guildenstern oder Polonius und der von Onkel Claudius an König Hamlet. Masilo selbst gibt sich die Rolle der Ophelia, und sie lässt einige der Frauenrollen von Männern und männliche Figuren von Frauen spielen. Ihr HAMLET ist eine Theaterperformance mit Tanz, Gesang, Violine und Percussion. Den Anteil der Worte allerdings hat sie radikal abgespeckt und zaubert so aus dem gewichtigen Klassiker ein zeitgenössisches, universell verständliches Stück.

Choreografie: Dada Masilo
Schauspiel: Aphiwe Dike und Albert Khoza
Tanz: Dada Masilo, Sinazo Bokolo, Julia Burnham, Lehlohonolo Madise, Thandiwe Mqokeli, Eutychia Rakaki, Leorate Dibatana, Thuso Lobeko, Songezo Mcilizeli, Steven Mokone und Tshepo Zasekhaya
Komposition und Live-Musik: Leroy Mapholo, Ann Masina/Khayakazi Madlala und Mpho Mothiba
Schauspieltraining: Dorothy Ann Gould

Dauer: 65 Min
Preise: 8 / 14 / 26 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 22 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält explizite Inhalte. Empfohlen ab 12 Jahren.

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Performance

Dana Michel / SCORP CORPS (CA)

MIKE

Österreichische Erstaufführung

„Eine stille Rebellion, die sich Zeit nimmt“: In ihrer dreistündigen durational Performance MIKE tastet sich Dana Michel, die 2017 auf der Biennale in Venedig mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde, an das Thema Arbeit heran, auf der Suche nach möglichen „öffentlichen Leben, die unser Innenleben widerspiegeln“ (Michel). Aus den Erfahrungen ihrer betriebswirtschaftlichen Ausbildung und Büroarbeit schöpfend, schafft sie Situationen, die nicht so sehr unsere festgefahrenen Systeme illustrieren, als einer eigenen internen Logik folgen, Gegenstände von ihrem zugeteilten Nutzen befreien und Raum schaffen für unvoreingenommene Begegnung. Michels Feingefühl, Humor und die transformative Bewegungssprache, mit der sie den White Cube des mumok erforscht, ermöglichen uns eine andere, „horizontale“ Wahrnehmung.

Konzept und Performance: Dana Michel
Künstlerische Begleitung: Viva Delorme, Ellen Furey, Peter James, Heidi Louis, Tracy Maurice, Roscoe Michel, Karlyn Percil und Yoan Sorin
Bühnenberatung und technische Leitung: Romain Guillet
Soundberatung: David Drury
Distribution: neon lobster – Giulia Messia und Katharina Wallisch
Produktion: SCORP CORPS – Viva Delorme und Dana Michel
Koproduktion: ARSENIC – Centre d’art scénique contemporain, Lausanne (CH), Centre national des Arts, Ottawa (CA), Festival TransAmériques, Montréal (CA), Julidans Amsterdam (NL), Kunstenfestivaldesarts, Brüssel (BE), MDT, Stockholm (SE), Montpellier Danse (FR), Moving in November, Helsinki (FI), und Wexner Center for the Arts / The Ohio State
University, Columbus (US)

Dauer: 180 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

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Performance

Davi Pontes & Wallace Ferreira (BR)

Repertório N2

Nackt stehen Davi Pontes und Wallace Ferreira vor ihrem Publikum und machen einen Gegenvorschlag zur strukturellen und politischen Gewalt, die aus den Vororten Rio de Janeiros scheinbar nicht wegzudenken ist: den Tanz. Der Tanz wird in dieser beeindruckenden Performance, dem zweiten Teil ihrer gemeinsamen Repertório-Trilogie, zur Selbstverteidigungspraxis und zur neuen Denkweise, die sich bewusst freimacht von der vorherrschenden Ordnung und Einordnung und der einhergehenden Stigmatisierung von Körper und Sein. Wie lässt sich Gewalt auf eine Art performen, die sie untergräbt, anstatt ihre Bilder zu reproduzieren? 2022 begeisterten Davi Pontes und Wallace Ferreira mit dem eindringlichen Rhythmus ihres Selbstverteidigungstanzes sowohl Jury als auch Publikum und bekamen den ImPulsTanz – Young Choreographers’ Award verliehen.

Konzept und Performance: Davi Pontes und Wallace Ferreira
Management und Vertrieb: Something Great
Premiere: Les Urbaines (CH), 2021

Dauer: 35 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält Nacktheit.

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Performance

Davi Pontes & Wallace Ferreira (BR)

Repertório N3

Österreichische Erstaufführung

Heuer ist nicht nur das ImPulsTanz – Young Choreographers’ Award-Sieger*innenstück 2022, Repertorio N2 , erneut zu sehen, sondern auch die Fortsetzung Repertório N3 , uraufgeführt bei der 35. Bienal de São Paulo im Ciccillo Matarazzo Pavilion. Die Brasilianer*innen vertiefen ihre Beschäftigung mit der Gewalt, der Schwarze Menschen täglich ausgesetzt sind, sowie möglichen Strategien des choreografischen Widerstandes. Ihr Tanz entwickelt Taktiken der Selbstverteidigung, um physischer, imaginärer und epistemologischer Gewalt zu begegnen. In Repertório N3 schleusen sich Gesten und Posen sexueller und queerer Verführung (auch) als Widerstandsakt gegen zurichtende Blicke ein. Wenn der Schwarze Körper in Ruhe verdächtig und in Bewegung eine Bedrohung ist, finden Pontes und Ferreira im choreografischen Akt Strategien und Bilder, welche die Wahrnehmung des Selbst und des Kommenden neugestalten, um die heutige Organisation der Welt zu beenden.

Konzept und Performance: Davi Pontes und Wallace Ferreira
Management und Vertrieb: Something Great
Koproduziert von der 35. São Paulo Biennial – choreographies of the impossible (BR) und Arsenic – Centre d’art scénique contemporain, Lausanne (CH)

Dauer: 35 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält Nacktheit.

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Performance

DD Dorvillier / human future dance corps (FR/US)

Dance is the archeologist, or an idol in the bone.

Österreichische Erstaufführung

Was gibt es unter Oberflächen zu entdecken, im Boden zum Beispiel, aber auch im Tanz? Die New Yorkerin DD Dorvillier hatte einen Traum. Darin kam ihr, während sie an einem Projekt mit dem Titel Landscape Stories arbeitete, aus den tieferen Schichten ihres Unbewussten ein Tanz entgegen. Der Traum brachte sie dazu, eine Reihe von Forschungen, Praktiken und Tänzen zu entwickeln, die im Zentrum dieser Performance stehen: Dance is the archeologist, or an idol in the bone ist Teil ihres größeren Rahmenprojekts Untitled landscapes geworden. Hier darf der Tanz selbst Archäologe sein. Als solcher leitet er seine Ausführende wie eine Forscherin durch die Erde bis zu den Knochen der Zeit. Schicht um Schicht tanzt sie einer unsichtbaren, geisterhaften Partnerfigur entgegen, bis sie ein zukünftiges Stück Gegenwart findet.

Dauer: 50 Min
Preise: 18 / 24 Euro
Ermäßigt: 15 / 20 Euro

In englischer Sprache.

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Performance

Deva Schubert (DE)

Glitch Choir

Österreichische Erstaufführung

Eintracht in Dissonanz: Deva Schubert knüpft an die uralte, kulturübergreifend mehrheitlich von Frauen praktizierte öffentliche Trauerarbeit an, genauer: an die Tradition des Klageliedes. Für die Dekonstruktion eines italienischen Lamentos dient ihr der „Glitch“ als Werkzeug, die Störung oder fehlerhafte Übertragung eines Bildes oder Videos. Das eigentlich rein digitale, immaterielle Phänomen wird hier im Tanz in den Körpern und Stimmen Schuberts und ihrer Co-Performerin Chihiro Araki hörbar, sichtbar, spürbar. Glitch Choir lädt ein, die Unterbrechung auch als Öffnung wahrzunehmen, um komplexen, widerständigen und historisch oftmals übergangenen Formen der Trauer Ausdruck zu verleihen. Der White Cube des mumok wird zum Resonanzraum und die Missklänge verbinden sich zum Kollektivgesang.

Konzept und Choreografie: Deva Schubert
Performance: Chihiro Araki und Deva Schubert
Musik und Sound: Davide Luciani (Musik komponiert mit Ben Meerwein)
Licht: Hannah Kritten Tangsoo
Kostüme: Ama Tomberli
Dramaturgie: Lotta Beckers
Recherche und Dramaturgie: Jette Büchsenschütz

Dauer: 50 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält laute Musik.

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Performance

Eszter Salamon (DE/FR/HU)

Dance for Nothing (revisited)

Nach 2010 setzt sich Choreografin und Filmemacherin Eszter Salamon 2024 erneut mit John Cages grandioser Lecture on Nothing (1949) auseinander, einem Stück, das nicht nur für die Performancekunst der 1960 Jahre und folgende, sondern auch für den Tanz eine geradezu befreiende Rolle spielte. In ihrer Choreografie Dance for Nothing , 2011 bei ImPulsTanz zu sehen, verband Salamon (auch eine großartige Performerin), Cages Worte mit ihrer Bewegung. In ihrer nun für den Galerieraum neu entwickelten Version konzentriert sich auf den klanglichen Aspekt dieses bahnbrechenden Vortrags über Nichts, Leere und Komposition und verbindet diesen mit der Modulation und Transformation körperlicher Bewegungen. Salamons Verschmelzung von Körper, Stimme und Partitur schafft den Rahmen für eine faszinierende Meditation über das Nichts, Klänge und Interpretation.

Konzept und Performance: Eszter Salamon
Musik: John Cage
Produktion und Organisation: Alexandra Wellensiek / Botschaft: GbR, Elodie Perrin / Studio E.S und das Institute of Speculative Narration and Embodiment

Dauer: 60 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

In englischer Sprache.
Empfohlen ab 16 Jahren.

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Performance

Eszter Salamon (DE/FR/HU)

MONUMENT 0.7: M/OTHERS

Eszter Salamons Arbeiten sind Erkundungen von Machtsystemen und davon, wie sich diese in Körpern, auch durch die Geschichte hindurch, fortsetzen. Im Tanz sieht die renommierte Choreografin und Tänzerin allerdings die Chance, angebliche Unausweichlichkeiten und Kontinuitäten neu zur Verhandlung zu stellen. So befragt sie auch in diesem intimen Duett gemeinsam mit ihrer Mutter, der Budapester Tanzlehrerin Erzsébet Gyarmati, die Fiktion der linearen Weitergabe eines Erbes von einer älteren Generation an die nächste. Hier treten die beiden Performerinnen beinahe „zwillingshaft“ auf: wir sind eingeladen, einer berührenden, unbeständigen Überlagerung und Vereinigung zweier Körper beizuwohnen, die neben den Ähnlichkeiten auch Unterschiede sichtbar macht und, wie Salamon meint, vielleicht den Weg für „eine dritte Sache“ ebnet – eine unbefangene, ganz „jetzige“ Kopräsenz.

Konzept und künstlerische Leitung: Eszter Salamon
Choreografie und Performance: Eszter Salamon und Erzsébet Gyarmati
Text: Composition As Explanation von Gertrude Stein
Bühnenbild: Eszter Salamon und Sylvie Garot
Licht: Sylvie Garot
Kostüme: Sabin Gröflin
Technische Leitung: Matteo Bambi
Outside-Eye: Liza Baliasnaja und Boglàrka Börcsök
Produktion: Alexandra Wellensiek / Botschaft GbR und Studio ES/ Elodie Perrin
Koproduktion: If I Can’t Dance, I Don’t Want To Be Part Of Your Revolution, Amsterdam (NL), Project Arts Centre, Dublin (IE), und Ménagerie de Verre, Paris (FR)

Dauer: 70 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Empfohlen ab 16 Jahren.

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Film

Eszter Salamon (DE/FR/HU)

Reappearance & Sommerspiele

Österreichische Erstaufführung

Valeska Gert war ein wilder Stern der deutschen Tanzmoderne. Nicht Sylphen und Schwäne waren interessant für sie, sondern Motive wie „Kupplerin“, „Nervosität“, „Wochenschau“ oder „Canaille“. Ihr teils pantomimisches Genre wird Grotesktanz genannt. Für diese Künstlerin begeistert sich die in Berlin lebende Ungarin Eszter Salamon so sehr, dass sie ihr eine Performance-Serie gewidmet hat: The Valeska Gert Monuments . Jetzt ist Salamon in Reappearence , ihrem ersten Film, als mit Valeska Gert eng verbundene Figur in einem Manifest gegen das Vergessen zu sehen. In der Folgearbeit Sommerspiele greift sie auf die Berliner Olympiade 1936 zu, deren Eröffnung NS-affine Choreograf*innen gestalteten, während andere – wie Gert – von den Nazis geächtet oder umgebracht wurden. Mit beiden Filmen greift Eszter Salamon in unsere Vorstellung eines historischen Kanons ein.

Reappearance (2022)
Kamera: Marie Zahir
Schnitt: Minze Tummescheit
Musik: Felicitas Heck
Performance: Eszter Salamon
Dauer: 37 Minuten

Sommerspiele (2023)
Kamera: Marie Zahir
Schnitt: Minze Tummescheit
Performance & Stimme: Eszter Salamon
Dauer: 26 Minuten

Dauer: 63 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums, siehe hier.

Dieser Film enthält Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren.

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Tanz

«expressions’24»

Final Workshop Showing

Am 10. August um 16:00 Uhr präsentieren die Teilnehmer*innen mit ihren Dozent*innen Einsichten in ihr neu erlerntes Können. Ein atmosphärisch-ausgelassener Abschluss nach vier Wochen intensiven Tanzens!

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Wettbewerb

Freestyle Dance Contest

Rhythm is a Dancer

Tänzer*innen aller Stile, jeden Levels und Alters sind herzlich eingeladen, um den Hauptpreis – eine Residency bei ImPulsTanz 2025 – zu tanzen. Die Challenge liegt nicht nur darin, die anderen Teilnehmer*innen durch Können, Raffinesse, Witz und Craziness auszustechen, sondern auch sich auf die spontane Musikauswahl von DJ Worst Messiah einzugrooven. Gehostet wird der Abend von der HipHop-Legende Storm. Anmeldung für die Teilnahme am Dance Contest unter workshopoffice@impulstanz.com.

Pay what it’s worth to you; first come, first served

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Performance

Georges Labbat (FR)

Self/Unnamed

Österreichische Erstaufführung

„If you’re ever in trouble / I’ll be there on the double“, singt Marvin Gaye in die völlige Leere hinein. Ein intimes wie gespenstisches Duett zwischen einem lebenden und einem leblosen Körper, zwischen Georges Labbat und seinem in Harz gegossenen Doppelgänger: Beide sind „Behältnisse desselben einstimmigen Dialogs“ (Labbat). In völliger Dunkelheit lassen sich die starre Puppe und der P.A.R.T.S.-studierte Tänzer und Choreograf, der schon in Produktionen von Performance-Größen wie Anne Imhof und Gisèle Vienne zu sehen war, auf widersprüchliche Gefühle der Befremdung und des Verlangens ein. Erst vorsichtig, dann mit kindlicher Ausgelassenheit vollzieht sich ein „einsamer Walzer“ mit ständig wechselnden Rollen und Dynamiken, der auch die Sehnsüchte und Ängste seines Publikums nicht ausspart.

Choreografie und Performance: Georges Labbat
Musik: Paul Fleury
Licht: Alice Panziera
Bühnenbild: Remy Ebras
Künstlerische Beratung: Némo Flouret, Solène Wachter und George Ciseron
Produktionsmanagement: Margaux Roy
Administration: Yolaine Flouret
Produktion: BleuPrintemps
Koproduktion: CCNO – Centre chorégraphique National d’Orléans, Le 108 – Orléans, L’Antre-Peaux – Bourges und CCNT – Centre Chorégraphique National de Tours (FR)

Dauer: 50 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält laute Musik.
Diese Performance enthält Nacktheit und explizite Inhalte. Empfohlen ab 12 Jahren.

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Performance

Geumhyung Jeong (KR)

Find, Select, Copy and Paste

Österreichische Erstaufführung

Geumhyung Jeongs Arbeiten sind für gewöhnlich äußerst fein gearbeitetes, mitunter befremdliches Puppenspiel. In ihrer Werkschau bei ImPulsTanz 2022 setzte sie ihren Körper immer wieder auf unvorhersehbare Weise ins Verhältnis zu den sie umgebenden Robotern, Staubsaugern und Haarbürsten, erweckte sie zum Leben, bis die Grenzen zwischen reglosem Objekt und handlungsfähiger Person sich aufzulösen schienen. Heuer kommt sie mit demselben Bewegungsmaterial erneut ins mumok – vom haptischen Material, von den Objektpuppen, ist jedoch keine Spur mehr. Vielleicht aber doch: ein Echo des Gewesenen, eine präsente Nicht-Präsenz, die uns unsere tiefe Verstricktheit mit und gleichzeitige Losgelöstheit von der Welt, die uns umgibt, noch schonungsloser vor Augen führt.


Dauer: 70 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren.

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Installation

Ian Kaler (DE/AT)

Sentient Beings: The Growing Edge

An der Grenze von Choreografie und Erzählung untersucht The Growing Edge theatrale, inszenierte, fiktionale und traumartige Momente des Autobiografischen und reflektiert Darstellungen gelebter Queerness und Trans-Erfahrung als persönliche und politische Narration. Eingebettet in einen subtil dramatischen Soundtrack von Musikproduzent*in rRoxymore entwickelt The Growing Edge einen empathischen Dialog und Tanz zwischen vergangenen und gegenwärtigen Erinnerungen, Zeitebenen und Momenten.

Eintritt mit mumok-Ticket.

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Preisverleihung

ImPulsTanz – Young Choreographers’ Award

Ceremony

Die [8:tension] Young Choreographers zeigen nicht nur ihre großartigen Arbeiten – sie sind auch zu Gast beim Festival in einer 14-tägigen künstlerischen Residenz. Zudem sind die [8:tension] Artists für den renommierten ImPulsTanz – Young Choreographers’ Award nominiert, der in einer kleinen, aber feierlichen Zeremonie übergeben wird. Heiß diskutiert und entschieden wird von einer internationalen Jury: 2024 sind das die in Berlin lebende Kuratorin, Dramaturgin und Autorin Jette Büchsenschütz, sowie Anne Faucheret, ebenfalls Kuratorin und in Wien lebend, und der New Yorker Choreograf und Performer Raja Feather Kelly.

Eintritt frei

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Musik

ImPulsTanz Soçial

Weekender: Day 1

Nyege Nyege Showcase feat.
Phelimuncasi live
Catu Diosis hybrid set
Authentically Plastic DJ set
R3IGN DROPS

Vorverkauf: 15 Euro / 13 Euro für Workshop-Pass-Besitzer*innen
Abendkasse: 20 Euro (sofern noch verfügbar)
Bei dieser Veranstaltung kann es zum Einsatz von Stroboskop-Lichteffekten sowie lauter Musik kommen.

Als Goodie berechtigt ein Ticket für den Weekender im Rathaus – Arkadenhof zum Eintritt am selben Abend im Burgtheater Vestibül. Achtung: Es kann im Burgtheater Vestibül kapazitätsbedingt zu Einlassstops kommen, ein Einlass kann daher nicht garantiert werden.

Einlass ab 18 Jahren

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Musik

ImPulsTanz Soçial

Weekender Day 2

hosted by Affine Records
Dzc.
Zanshin

Abendkasse: 10 Euro (Tickets nur vor Ort erhältlich)
Der Eintritt ist für Künstler*innen des Festivals, Workshop-Pass-Besitzer*innen sowie Besitzer*innen eines Performance-Tickets desselben Abends gratis.

Einlass ab 18 Jahren

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Tanz

In Memoriam Janet Panetta

Put Me On A Planet Where Everyone Sounds Like Janet

Eine Hommage an Janet Panetta. Eine echte New Yorkerin, Steeple Chase Queen von Coney Island, American Ballet Theater Ballerina, zeitgenössische Choreografin und leidenschaftliche Lehrerin. „Es ist nur ein Technikkurs, kein Maßstab für dein Talent oder deine künstlerische Tiefe. Die letzten beiden zweifle ich nicht an, aber wenn ich dir Feedback zum ersten Punkt geben kann, mache ich das; was auch immer dir erlaubt, wirklich du selbst zu sein.“ Einige der Fans und Freund*innen, die an dem Abend beteiligt sind: Jérôme Bel, Archie Burnett, Luis Carmona, Andrew Champlin, Brahms Bravo LaFortune, Fio Losin, Sri Louise, Melanie Maar, Edie Nightcrawler, Rio Rutzinger, Angélique Willkie sowie Janets Familie Niles Roth und Jeffrey Roth. Dress to impress!

Eintritt frei

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Performance

Ivo Dimchev (US/BG)

METCH

Österreichische Erstaufführung

Wenige Künstler*innen gehören so sehr zu ImPulsTanz wie Ivo Dimchev. Seit vielen Jahren begeistert er Festivalbesucher*innen mit seiner unvergleichlich schönen Stimme und den melancholisch-schmutzigen Texten seiner Songs – fordert aber ihr zurückgelehntes Schauen auch immer wieder heraus, tritt in direkten Dialog mit ihnen, möchte wissen, wer da unten sitzt und zu ihm hochsieht. So auch in seinem interaktiven Solo METCH: Dimchev weiß um seine Beliebtheit als Sänger und Songwriter und „crasht“ die Erwartungen an ihn, indem er seine „unvorhersehbare Beziehung zu Theater, Tanz, Politik und zeitgenössischer Kunst“ in den Vordergrund rückt. Unverkennbar wie unwiderstehlich bleibt dabei seine Mixtur aus Anarchie und Zartheit.

Konzept, Musik und Text: Ivo Dimchev
METCH wurde vom 16. bis zum 25. Februar 2024 im La Mama Experimental Theatre Club in New York (US) uraufgeführt. Nach In Hell with Jesus/Top 40 ist METCH Ivos zweite Premiere als Artist in Residence bei La Mama.

Dauer: 80 Min
Preise: 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Diese Performance enthält Nacktheit und explizite Inhalte. Empfohlen ab 18 Jahren.

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Performance

j. bouey & Tyrone Bevans / J. Bouey Dance Projects (US)

A Message from Nyx and Mx. Black Copper

Uraufführung

„I’m going back to Saturn where the rings all glow / Rainbow moonbeams and orange snow…“ Bessie-Award-Preisträger*in j. bouey und Co-Performer/DJ Tyrone Bevans laden zu einer kosmischen, elektrisierenden Begegnung in Musik, Lyrik und Tanz. Nicht aber zwischen ihnen beiden, sondern ihren Alter Egos aus einer anderen Dimension und Zeit: Mx. Black Copper und Nyx. Geschult im Waacking, einem der Schwulenszene im Los Angeles der 1970er entsprungenen Tanzstil, entwickelt ihre Bewegungssprache u.a. zu Songs von Stevie Wonder und Kae Tempest nicht nur eine mitreißende Schönheit, sondern stellt für die Tanzenden auch einen Raum der Zuflucht und der Heilung dar. A Message from Nyx and Mx. Black Copper soll Einblick in eine Zukunft gewähren, in der „wir alle Systeme der Unterdrückung abgeschafft haben“.

Dauer: 75 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel und laute Musik.

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Tanz

Jérôme Bel & Estelle Zhong Mengual (FR)

Non human dances

Österreichische Erstaufführung

Das haben ikonische Werke wie Nelken von Pina Bausch, Loïe Fullers Danse serpentine oder Isadora Duncans Water Study gemeinsam: Sie bringen Tänze auf die Bühne, die vom Nichtmenschlichen inspiriert sind. Der Tanzkonzeptualist Jérôme Bel und die Kunsthistorikerin Estelle Zhong Mengual aus Paris haben zusammengefunden, um in Zeiten der ökologischen Krise zu zeigen, welche Verbindungen der Bühnentanz zum Thema Natur aufgebaut hat. Bel zufolge ermisst das Projekt Non human dances „die verschiedenen Strategien, die manche Choreograf*innen der westlichen Tanzgeschichte entwickelt haben, um darzustellen, was heutzutage als nicht-menschlich bezeichnet wird“. Zhong Mengual geht davon aus, dass das Anthropozän einer „Krise der Sensibilität“ entspricht, „die durch den Zerfall der ästhetischen Beziehung zwischen der Menschheit und der Natur gekennzeichnet ist“. Auch der Tanz kann zum dringend nötigen Perspektivwechsel beitragen. Mit dabei in dieser engagierten Kuratierung sind auch Arbeiten von Marius Petipa, Xavier Le Roy und Sergiu Matis.

Konzept: Jérôme Bel und Estelle Zhong Mengual

Text: Jérôme Bel und Estelle Zhong Mengual (sowie Ausschnitte aus S’enforester von Baptiste Morizot und Andrea Olga Mantovani, Paris, Éditions d’une Rive à l’Autre, 2022)

Choreografien: Pina Bausch, The Nelken Line (Musik: West End Blues, komponiert von Joseph Oliver, gespielt von Louis Armstrong); Ausschnitt aus Nelken (Les oeillets), 1982 (Choreografie und Regie: Pina Bausch; Bühnenbild: Peter Pabst; Kostüme: Marion Cito; Musik: u.a. Jones, Lehar, Oliver, Tauber, Tucker; Dramaturgie: Raimund Hoghe; Zusammenarbeit: Matthias Burkert und Hans Pop; Copyright: Verlag der Autoren, Frankfurt, für Pina Bausch Foundation, Wuppertal);
Gaspard Charon, The entrance of the sun; Isadora Duncan, Water study (Musik: Franz Schubert);
Loïe Fuller (Musik: Camille Saint Saens); Lev Ivanov und Marius Petitpa; Xavier Le Roy, The lions’ vocabulary; Sergiu Matis, The Siberian crane; Ausschnitt aus Extinction Room (Hopeless.), (Konzept und Choreografie: Sergiu Matis, Soundkomposition: Antye Greie-Ripatti, Text: Philip Ingman)

Performance: Gaspard Charon, Sherwood Chen, Chiara Gallerani, Elisabeth Schwartz, Lisa Vilret und Estelle Zhong Mengual/Stéphanie Aflalo
Technische Leitung: Maxime Kurvers
Executive Direction R.B. und künstlerische Leitung: Rebecca Lasselin
Management: Sandro Grando
Assistenz: Chiara Gallerani 



Dauer: 75 Min
Preise: 8 / 11 / 16 / 24 / 39 / 50 / 62 Euro
Ermäßigt: 6 / 9 / 13 / 20 / 33 / 42 / 52 Euro

In englischer Sprache sowie einem kurzen Text auf Französisch mit deutschen Übertiteln.
Diese Performance enthält Nacktheit.

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Performance

Jette Loona Hermanis & Anna Ansone (EE & LV)

FrostBite

Österreichische Erstaufführung

„Eine Partitur, die nur aufgeht, indem man sich der Wahnvorstellung völlig hingibt“: Das ist Jette Loona Hermanis’ FrostBite . Eine auf den ersten Blick verworrene, nukleare Winterwelt, bevölkert von Polyclay-Arbeiten der Künstlerin Sofija Frančeska Putniņa sowie einer eigenartigen, aus drei Personen und einer Wurzel bestehenden Familie. Aber es dauert nicht lange, bis wir uns selbst sehen hinter den Hautprothesen (von Martina Gofman) und dem außerirdisch anmutenden Make-up, hinter ihren sonderbaren Erziehungsmethoden die Rituale ausmachen können, die wir uns selbst und einander täglich auferlegen. Hermanis liefert gemeinsam mit Co-Performer*innen Anna Ansone und Krišjānis Elviks ein Mutter-Vater-Kind-Spiel der besonderen Art und macht spürbar, wie uns unser Bedürfnis nach vorinstallierten Rollen und Regeln bis in die abstruseste Fantasie hinein verfolgt.

Konzept, Bühnenbild, Kostüme und Choreografie: Jette Loona Hermanis und Anna Ansone
Performance: Jette Loona Hermanis, Anna Ansone und Krišjānis Elviks
Polyclay-Objekte und Poster: Sofija Frančeska Putniņa
Prothesen: Martina Gofman
Sound: Jette Loona Hermanis

Dauer: 70 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.

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Film

Jonas Åkerlund / Damien Jalet & Erna Ómarsdóttir / Nagelhus Schia Productions (SE & FR/BE & IS & NR)

DuEls

Österreichische Erstaufführung

Mächtige Skulpturen, die hochverdichtete Kräfte in sich tragen, zwei Choreografierende, die davon elektrisiert sind, Tänzer*innen mit der Fähigkeit zu übersetzen, was in den Steinfiguren geladen ist, und ein Regisseur mit dem Talent, das alles auf Film zu bannen. Was 2020 im Osloer Museum des norwegischen Künstlers Gustav Vigeland zum Publikumserfolg wurde, hat Jonas Åkerlund jetzt in Bewegtbilder übersetzt: eine Serie von Tanzstücken des Belgiers Damien Jalet und der Isländerin Erna Ómarsdóttir, die eine Geschichte so eindrucksvoller Kooperationen wie Black Marrow und Transaquania verbindet. Er ist unter anderem bekannt für seine Choreographien in Luca Guadagninos Spielfilm Suspiria oder Madonnas Celebration Tour und sie für explosive Tanz- und Stimmperformances, oder ihre Filmkooperation mit Matthew Barney. Åkerlunds Film zeigt, wie die beiden ihre Energien inmitten von Vigelands bildhauerischem Werk freisetzen.

Mit einem Künstler*innen-Gespräch mit Damien Jalet und Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi.

Ein Film von Jonas Åkerlund
Choreografie: Damien Jalet und Erna Omarsdottir
Mit Tänzer*innen von Nagelhus Schia Productions und Gasttänzer*innen der Iceland Dance
Company
Produktion: Nagelhus Schia Productions in Zusammenarbeit mit 4 ½ Fiction AS und M12
Studios
Koproduktion: Iceland Dance Company (IS), Vigeland Museum (NO)

Dauer: 60 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums, siehe hier.

Dieser Film enthält explizite Inhalte.

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Tanz

KIM Sungyong / Korea National Contemporary Dance Company (KR)

JUNGLE

Österreichische Erstaufführung

Unser Alltag ist oft wie ein Dschungel, in dem alle auf ihre Art ums Überleben kämpfen müssen. So nimmt es KIM Sungyong wahr, der seit vergangenem Jahr die Korea National Contemporary Dance Company in Seoul als Chefchoreograf leitet. KIM deutet den Dschungel als einen Ort der Kollisionen von Instinkt und Vitalität des Körpers. Sein neues Werk JUNGLE soll auf der Bühne vor Augen führen, wie Machen und Gemachtwerden, Verborgenes und Enthülltes, Entspannung und Anspannung parallel zueinander verlaufen können. Dafür hat KIM eine spezielle Form der Bewegungsforschung entwickelt, die er „Process Init“ nennt. Mit dieser Methode werden die individuellen Sinne der 17 Tänzerinnen und Tänzer geweckt, die in gegenseitiger Erforschung ihrer Reaktionen das Spektrum ihrer Bewegungen noch einmal deutlich erweitern. JUNGLE ist als Versuch konzipiert, den Tanz in eine Intensität zu treiben, die das Publikum dazu anregt, wieder grundlegend über das Gewicht und die Tiefe der menschlichen Existenz nachzudenken.

Choreografie: KIM Sungyong
Probenleitung: Lee Junwook
Komposition und musikalische Leitung: Marihiko Hara
Textdramaturgie: Kim Meyoung
Bühnenbild: You Jaehun und Jo haerin (Youjam Studio)
Licht: Lee Jungyoon
Kostüme: Bae Kyongsool
Produktionsleitung: Cho Yoongeun
Produktion: Korea National Contemporary Dance Company (국립현대무용단)

Dauer: 60 Min
Preise: 8 / 11 / 16 / 24 / 39 / 50 / 62 Euro
Ermäßigt: 6 / 9 / 13 / 20 / 33 / 42 / 52 Euro

Empfohlen ab 8 Jahren.

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Musik

Klangforum Wien / Weronika Pelczyńska / Elizabeth Ward (AT & PL & AT/US)

Dances for Lucia Długoszewski

Uraufführung

Alle sind Feuer und Flamme! Gerade wird das Werk der amerikanischen Komponistin Lucia Długoszewski wiederentdeckt. Die experimentierfreudige Künstlerin war Kind polnischer Immigrant*innen und arbeitete über 40 Jahre mit dem New Yorker Choreografen und Tänzer Erick Hawkins – dem ersten männlichen Tänzer bei Martha Graham – zusammen. Wiederholt schuf sie den Sound für dessen Stücke. Dieser Bezug zum Tanz hat die zeitgenössischen Choreografinnen Weronika Pelczyńska aus Warschau und Elizabeth Ward aus Wien dazu verlockt, Długoszewskis Klangwelt neu zu interpretieren. Begleitet werden die beiden auf der Bühne des Odeons von ihren Tänzer*innen und den Musiker*innen des Klangforum Wien, das erst kürzlich ausgewählte Werke der Komponistin – u. a. Abyss and Caress (1975) – auf CD eingespielt hat. Die Interpret*innen schwärmen, ihre Musik sei „faszinierend, völlig verrückt, explosiv“. Für die Aufnahme erhielten sie kürzlich den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Mitorganisator der Veranstaltung – Adam Mickiewicz Institut

Dauer: 75 Min
Preise: 20 / 28 / 38 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 / 32 Euro

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Performance

Liquid Loft / Chris Haring (AT)

IN MEDEAS RES

Uraufführung

Eben waren sie noch „lost in freaky evolution“ oder haben vorgeführt, was es bedeutet, in „funny eternity“ zu leben, und schon stürzen sich die Tänzer*innen von Liquid Loft in ein Abenteuer mit der schaurigen Medea. Im neuen Stück der renommierten Wiener Compagnie ist das die antike Figur, wie sie 1969 von der legendären Operndiva Maria Callas in Pier Paolo Pasolinis Film verkörpert wurde. Liquid Loft und Choreograf Chris Haring lassen sich von Pasolinis Philosophie inspirieren und ein seltsames, dualistisches Wesen in grotesker Bewegung die Grenze zu einer mythisch aufgeladenen Welt überschreiten. Bei diesem Spiel mit Hedonismus und Realismus aus Körpern, Klängen und utopischen Tableaux vivants ist zu erleben, wie neue Ordnungen die bestehenden ablösen, alles Junge verblüht und das Metaphysische schwindet.

Performance und Choreografie: Hannah Timbrell und Dong Uk Kim
Künstlerische Leitung und Choreografie: Chris Haring
Choreografische Assistenz: Dante Murillo, Anna Maria Nowak und Luke Baio
Komposition und Soundkonzept: Andreas Berger
Licht und Bühnenbild: Thomas Jelinek
Kostüme: Stefan Röhrle
Klangobjekte und Ausstattung: Patrizia Ruthensteiner
Dramaturgie- und Regieassistenz: Judith Thaler
Theorie und Text: Stefan Grissemann
Stage Management: Roman Harrer
Compagnie Management: Cornelia Lehner
Videodokumentation: Michael Loizenbauer und Judith Thaler
Distribution: APROPIC – Line Rousseau, Marion Gauvent und Lara van Lookeren

Dauer: 60 Min
Preis: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro

In englischer Sprache.

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Performance

Luca Bonamore (AT/IT)

Silent Lovers

Uraufführung

Es ist noch gar nicht lange her, dass queere Menschen gezwungen waren (vielerorts noch sind), sich möglicher Gewalt durch Polizei und Mitbürger*innen auszusetzen, um das zu bekommen, wonach alle sich sehnen: Zuneigung, Verständnis, vielleicht so etwas Ähnliches wie Liebe. Man trifft sich nachts, in öffentlichen Parks oder Toiletten, und man weiß nicht: Wer wartet da auf mich? Luca Bonamore, dessen varietéhaftes Duett Lapse and the Scarlet Sun (mit Lau Lukkarila) bei ImPulsTanz 2023 zu sehen war, widmet dem Cruising, dieser Schnittstelle des Öffentlichen und Privaten, heuer eine Gruppenchoreografie. Fünf Silent Lovers schleichen vor unser aller Augen heimlich aufeinander zu und suchen Unterschlupf vorm „Kreislauf politischer Unterdrückung“ in den Blicken, Gesten und Körpern ihrer Gegenüber.

Konzept und Choreografie: Luca Bonamore
Performance: Iris Omari Ansong, Luca Bonamore, Theo Emil Krausz, Simeon Ohlsen und Michael Voit
Musik: Simeon Ohlsen
Dramaturgie: Francesca Ferrari
Outside-Eye: Olivia Axel Scheucher

Dauer: 50 Min
Preise: 18 / 24 Euro
Ermäßigt: 15 / 20 Euro

Diese Performance enthält explizite Inhalte. Empfohlen ab 18 Jahren.

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Performance

Lucy Guerin Inc (AU)

How To Be Us & Split

Österreichische Erstaufführung

Hier geht es um Verbindungen zwischen choreografischen Methoden und menschlichen Beziehungen – im Einklang der Tänzerinnen miteinander oder in Wiederholung. Daher interessiert sich die versierte Bewegungskomponistin Lucy Guerin dafür, wie sehr formale künstlerische Verfahren soziale Strukturen oder Interaktionen betreffen können. So kann sich die Australierin in diesen beiden Duetten auf das Emanzipationspotenzial von Tanz konzentrieren und dagegen auftreten, dass Frauen sich „einem lächerlichen Ideal anpassen müssen“. How To Be Us beleuchtet eindringlich gegensätzliche und deswegen Konflikte provozierende Vorstellungen von Freiheit. Und in Split wird dem weiblichen Körper, der „so sehr von Kommerzialisierung, Ausbeutung, Scham und Schock geprägt ist“ (Guerin), seine Balance zurückgegeben.

How To Be Us
Choreografie: Lucy Guerin
Choreografische Mitarbeit: Lilian Steiner und Samantha Hines
Performance: Ashley McLellan and Tra Mi Dinh
Musik: Katerina Stathis
Licht: Paul Lim
Kostüme: Kate Davis
Produktion: Estelle Conley
Executive Production: Brendan O’Connell
Dauer: 15 Minuten
Eine Produktion von Lucy Guerin Inc, im Auftrag des Australian Ballet for DanceX (AU)
Uraufgeführt im Arts Centre Melbourne (AU), Oktober 2022

Split
Choreografie: Lucy Guerin
Choreografische Mitarbeit: Lilian Steiner und Melanie Lane
Performance: Ashley McLellan and Tra Mi Dinh
Musik: Scanner
Sound: Robin Fox
Licht: Paul Lim
Produktionsleitung: Robert Larsen
Executive Production: Brendan O’Connell
Dauer: 45 Minuten
Eine Produktion von Lucy Guerin Inc
Uraufgeführt im Arts House North Melbourne (AU) im Rahmen von Dance Massive 2017

Dauer: 75 Minuten (inkl. 15 Min Pause)
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro

Diese Performance enthält Nacktheit.

Lucy Guerin Inc (AU) bewerten:

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Performance

Marco Berrettini / *Melk Prod. (CH)

El Adaptador

Österreichische Erstaufführung

Auf in die heiß umstrittene Kultstätte der Stierkampfarena! Die Atmosphäre einer Corrida: schnaubendes Rind, fescher Kämpfer mit Tuch und Degen, Leidenschaft des Publikums. Die Stimmung bei El Adaptador : Getragen von Bizets Carmen -Musik, betreten Marco Berrettini und Milena Keller in prächtigen Kostümen die Bühne. Doch ihre „Corrida“ weicht vom Kult ab und trifft dorthin, wo es keinem Tier weh tut. Sondern den Fans des unfairen spanischen Sports und genauso jenen überall, die Massentierhaltung dulden, damit das gute Fleisch vermeintlich billig bleibt. Hier wird der heroische Mythos mit Spitzen und Schärfe zerlegt, was einen heilsamen Überschuss freisetzt. Denn dieses Stück soll, so Berrettini, letztlich die „Frustration vertreiben, die durch die Widersprüche in unseren heutigen menschlichen Beziehungen entsteht“.

Dauer: 60 Min
Preise: 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 Euro

In deutscher, englischer und französischer Sprache.

Marco Berrettini / *Melk Prod. (CH) bewerten:

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Performance

Maud Le Pladec feat. Jr Maddripp / CCNO (FR)

Silent Legacy

Österreichische Erstaufführung

Krump ist zugleich Lebensart und Ausdrucksform mit einer fast spirituellen Dimension. Mit ihrem speziellen Bewegungsstil kehren Krump-Tänzer*innen ihre innere Wut nach außen, um sie so zu kanalisieren. Silent Legacy der Französin Maud Le Pladec ist ein mitreißendes Tanzstück darüber, was es heißt, sich gegenseitig zu stärken. Auftritt Adeline Kerry Cruz: „Komm! Steh’ auf, ich brauch’ dich!“, ruft das Kind, so laut es nur kann. Und Jr Maddripp kommt zu ihm auf die Bühne. Er ist seit seinem 15. Lebensjahr Krumping-Tänzer in Paris, sie stammt aus Montréal, ist erst zehn und gilt seit 2021 als Wunderkind des afroamerikanischen Tanzstils aus Los Angeles. Dessen Kraft gibt Cruz weiter an die erwachsene Tänzerin Audrey Merilus, die aus dem stillen Vermächtnis des Mädchens ein starkes feministisches Statement macht.

Konzept, künstlerische Leitung und Choreografie: Maud Le Pladec feat. Jr Maddripp
Solo Adeline Kerry Cruz: Maud Le Pladec und Jr Maddripp
Solo Siaska Chareyre: Maud Le Pladec und Audrey Merilus
Performance: Adeline Kerry Cruz und Siaska Chareyre (+ Gast)
Choreografische Assistenz: Régis Badel
Musik: Chloé Thévenin
Musikdramaturgische Assistenz: Pere Jou
Stimmtraining: Dalila Khatir
Kostüme: Christelle Kocher – KOCHÉ
Kostümassistenz: Marion Régnier
Licht und Bühnenbild: Éric Soyer
Gesamtleitung: Mélissandre Halbert
Beleuchtung: Nicolas Marc
Tontechnik: Vincent Le Meur
Vertrieb und Entwicklung: A propic / Line Rousseau, Marion Gauvent und Lara van Lookeren
Produktion: Centre Chorégraphique National d’Orléans (FR)
Koproduktion: Festival d’Avignon (FR), Par B.L.eux. (CA), Centre culturel canadien à Montréal (Québec) (CA) und Chaillot – Théâtre national de la Danse (FR)

Dauer: 50 Min
Preise: 18 / 26 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 22 / 30 Euro

Diese Performance enthält Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Empfohlen ab 8 Jahren.

Maud Le Pladec feat. Jr Maddripp / CCNO (FR) bewerten:

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Performance

Melanie Maar & Lindsay Packer (AT/US)

GENERATIONS

Österreichische Erstaufführung

Aus dem Dunkeln strahlt ein Licht, im Licht bewegt sich eine Tänzerin, und mit dieser Figur leuchten Bilder auf. Physische Quellen und ihre „digitalen Nachkommen“ bilden das Rückgrat eines fein gearbeiteten Stücks über die menschliche Verwobenheit mit dem Vergänglichen. Nach drei Jahrzehnten künstlerischer Tätigkeit in New York kommt die Choreografin Melanie Maar jetzt zurück nach Wien. Gemeinsam mit der Licht- und Videokünstlerin Lindsay Packer aus Brooklyn zeigt sie, was sie mitgebracht hat: einen visuell intensiven Tanz von Körper und Licht mit Live-Videofeedback-Projektionen, mit dem sich eine Frau erotisch und martialisch als Gestalt zwischen Jugend und Reife, Weiblichkeit und Männlichkeit inszeniert: in einem perfekt passenden Raum, der sich in Echtzeit wie als eigenständiger Kollaborateur einbringt.

Dauer: 50 Min
Preis: 20 Euro
Ermäßigt: 17 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Nacktheit. Empfohlen ab 16 Jahren.

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Performance

Michikazu Matsune (AT/JP)

Nothing is Something like Everything

Uraufführung

Alles, was passiert, rinnt uns durch die Finger. Nichts lässt die Zeit bleiben, wie es ist: Das hat die Menschheit immer schon an ihre Macht erinnert. In dieser Uraufführung des aus Japan stammenden Künstlers und Performers Michikazu Matsune, der die Wiener Szene seit dreißig Jahren mitprägt, zählt eine große Uhr die Sekunden. Im Verlauf der Aufführung, auf dem Weg ins Alles oder Nichts, werden unscheinbare Kleinigkeiten aus dem Alltagsleben untersucht, um die Logik und Unlogik von Zeit zu reflektieren. Dabei werfen die sieben Performer*innen auf der Bühne philosophische Fragen über unsere Vergangenheit und Zukunft auf. Denn schließlich ist die Dynamik der Zeit auch ein entscheidender Faktor jedes künstlerischen Live-Ereignisses, bei dem auf der Bühne und in den Zuschauerreihen gemeinsame Zeit geteilt wird.

Konzept und künstlerische Leitung: Michikazu Matsune
Performance: Martina De Dominicis, Luiza Furtado, Daniel Hafner, Michikazu Matsune, Alexandra Mazek, Frans Poelstra und Nicola Schößler
Bühnenbild: Luiza Furtado, Daniel Hafner und Michikazu Matsune
Sound und Musik: Daniel Hafner und Frans Poelstra
Licht: Sveta Schwin
Produktionsleitung: Franziska Zaida Schrammel / Studio Matsune
Produktion: Studio Matsune / Verein Violet Lake

Dauer: 60 Min
Preise: 20 / 28 Euro
Ermäßigt: 17 / 23 Euro

In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel und Stroboskop-Lichteffekte.

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Musik

Musikvideoprogramm International

Into the Groove

Das internationale Musikvideoprogramm, das bereits im Rahmen von Vienna Shorts zu sehen war, präsentiert eine Auswahl herausragender Videos des vergangenen Jahres. Es untersucht, wie Bild und Ton effektiv kombiniert werden können, um beiden Elementen Raum zur Entfaltung zu geben. Die 15 ausgewählten Werke demonstrieren, wie nah sich Utopie und Dystopie sowie Verlangen und Ablehnung sein können. Diese Videos verdienen es, auf der großen Leinwand gezeigt zu werden, um ihre Vielfalt an Stilen und Herangehensweisen in der Musikvideolandschaft zu verdeutlichen.

Kuratiert von Theresa Pointner & Christoph Etzlsdorfer

Dauer: 60 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums, siehe hier.

Dieses Programm enthält Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Empfohlen ab 14 Jahren.

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Musik

Musikvideoprogramm mit Fokus auf Tanz und Choreografie

Padam

Mit Musikvideos aus dem vergangenen Jahr zeigt dieses Programm eine geballte Vielfalt an unterschiedlichen Tanzstilen, Körperlichkeiten, Inhalten und Produktionstechniken: mit einer Hommage an den Musicalfilm und Kylie Minogue, Pole Dancing durch Instagram, Referenzen der Pop- und Musikvideogeschichte, ausgeklügelte Gruppenchoreografien und einem Ausflug zum Eurovision Song Contest.

Kuratiert von Theresa Pointner & Christoph Etzlsdorfer

Dauer: 60 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums

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Performance

Netti Nüganen (AT/EE)

The Myth: last day

„Wie lang sie hier schon der Verwesung trotzt, weiß niemand.“ Netti Nüganen, die dem ImPulsTanz-Publikum vor allem aus Florentina Holzingers gefeierten Performance-Exzessen Apollon und TANZ bekannt sein dürfte, erhebt sich aus dem Dreck, nur um mit einem Kinderkassettenrekorder ausgerüstet neuerlich in ihn hinabzutauchen. Alles, was sie findet – ob Kaffeebohnen, Gurkenwasser oder Designer-Handtasche, ob Luxus oder Alltag, verstaubt oder vintage, zeitlos oder nutzlos –, wird in denselben sorgfältigen Blick gefasst. Denn in jedem Objekt, meint die Pseudo-Archäologin, die in der zweiten Hälfte zur Punk-Rockerin mutiert, lauern versteckte Energien, Mythen und Fiktionen, die bis in unsere Gegenwart hineinwirken – und hinsichtlich möglicher Zukünfte neu entfesselt werden können.

Choreografie und Performance: Netti Nüganen
Uma: Johhan Rosenberg
Bühnenbild und Kostüme: Pire Sova
Licht: Priidu Adlas
Sound: Artjom Astrov
Dramaturgie: Sabine Cmelniski
Textberatung: Keiu Krikmann
Grafikdesign: Yunie Chae
Projektmanagement: Siim Tõniste und Eneli Järs
Koproduktion: Kanuti Gildi SAAL und Netti Nüganen
Unterstützt durch Eesti Kultuurkapital (EE)

Dauer: 90 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält laute Musik und Lehmstaub.
Diese Performance enthält Nacktheit und explizite Inhalte.

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Film

nora chipaumire (DE/US/ZW)

Afro Promo #1 Kinglady & #PUNK & NOT waiting

Drei Filme der Choreografin, Tänzerin und Guggenheim-Stipendiatin nora chipaumire stellen Fragen rund um Gender, Kolonialisierung und afrikanische Selbstbestimmung: das rohe, von Rock-Ikone Patti Smith inspirierte Konzert #PUNK , das einmal mehr die befreiende Sex-Pistols-Hoffnungslosigkeit „NO FUTURE“ proklamiert, das „wortlose Theaterstück“ NOT waiting , das gemeinsam mit der Grande Dame des afrikanischen Tanzes Germaine Acogny entstanden ist, sowie das afro-feministische Manifest Afro Promo #1 Kinglady über eine afrikanische, über Ort und Zeit herrschende Superheldin.

#PUNK (2020)
Konzept, Text, Bewegung und Stimme: nora chipaumire
Bewegung und Stimme: Shamar Watt
Gitarre: David Gagliardi
Drums: Austin Williams
Sound: Phillip White
Dauer: 35 Minuten
Ein Film von Ari Marcopoulos

Afro Promo #1 Kinglady (2016)
Ein Film von nora chipaumire
Choreografie: nora chipaumire
Kamera: Benjamin Seth Wolf
Schnitt: Alla Kovgan
Künstlerische Leitung: Peter Born
Dauer: 11 Minuten
Produziert von Dance for Film on Location at Montclair State University (US), The Office of Arts and Cultural Programming (ACP), Geschäftsführung: Jedediah Wheeler
Finanziert durch The Andrew W. Mellon Foundation (US)
Eine Auftragsarbeit der Montclair State University (US)

NOT waiting (2023)
Ein Film von Thibault Charlut
Konzept, Choreografie und Ko-Regie: nora chipaumire
Koproduktion: ARTE France und LA BLOGOTHÈQUE PRODUCTIONS
Produktion: Julie Moens, Christophe “Chryde” Abric und Eloi Nourry
Künstlerische Leitung: Filippo Ferraresi
Dauer: 8 Minuten
Mit nora chipaumire, Germaine Acogny, Adama Ndiaye, Ouley Ndiaye, Oulty Fall, Rokhaya Ciss, Ndoumbé Gueye und Mbappe
Inspiriert von Pablo Picassos Les Demoiselles d’Avignon, 1907, © Succession Picasso 2023

Dauer: 54 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums, siehe hier.

Dieser Film enthält explizite Inhalte. Empfohlen ab 12 Jahren.

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Film

Robert Dornhelm (AT/RO)

She Dances Alone

„Da war etwas in ihrer Bewegung und ihrem Gesicht, das in einem Augenblick alles ausdrückte, was es über das Tanzen zu sagen gibt“, schrieb die Primaballerina assoluta Margot Fonteyn über ihre unvergessliche Begegnung mit Vaslav Nijinskys Tochter Kyra im Jahr 1951. Ähnlich beeindruckt war drei Jahrzehnte später der Regisseur Robert Dornhelm ( The Children of Theatre Street, Anne Frank ). Er beschloss, einen Film über die Tänzerin – zum Beispiel 1931 in Max Reinhardts Inszenierung von Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in der Choreografie ihrer Tante Bronislava Nijinska – Malerin, Musikerin und Poetin zu drehen. In dem preisgekrönten Portrait She Dances Alone erzählt Kyra Vaslavovna Nijinsky über ihr Leben, liest Max von Sydow aus Nijinskys Tagebüchern und tanzt Patrick Dupond, Ètoile des Pariser Opernballetts.

Mit einem Künstler*innen-Gespräch mit Robert Dornhelm und Kulturjournalistin Gabriele Flossmann.

Ein Film von Robert Dornhelm
Skript: Jon Bradshaw and Paul Davids
Mit Kyra Nijinsky, Bud Cort, Patrick Dupond, Max von Sydow, Sauncy LeSueur, Rosine Bena, Jeanette Etheridge, Franco DeAlto, Laura Hoover und Walter Kent
Produktion: Federico De Laurentiis and Earle Mack
Executive Production: Marion Hunt
Second Unit Director: Bernt Amadeus Capra
Musik: Gustavo Santaolalla und Michael O’Neal
Titelsong: Bud Cort
Kamera: Karl Kofler
Zusatzaufnahmen: Ed Lachman
Schnitt: Tina Frese
Assistenz Schnitt: Jim Stewart
Makeup und Haare: Yvonne Curry
Sound: Nelson Stoll
Assistenz Sound: Andy Rovins

Dauer: 81 Min
Preis im Vorverkauf: 8 Euro / ermäßigt: 6 Euro
An der Abendkasse gelten die Preise des Österreichischen Filmmuseums

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Performance

Saint Genet (AT)

FOREVER: A Madness Opera

Uraufführung

Eine die Grenzen des Rationalen zersetzende Performancegruppe kommt wieder aus Seattle nach Wien, um zu vollenden, was hier begonnen wurde: die Trilogie Eine moderne Geschichte in anhaltender Gegenwart . Den ersten beiden je achtstündigen Opern-Tanz-Fashion-Installations-Shows, Like Shapes in Dreams , 2018, und ein Jahr später Forgiveness folgt jetzt der finale Akt in Form einer immersiven Madness Opera mit der Prophezeiung: FOREVER . Darin verbinden sich Medea und die Bakchen mit dem Poeten und Putschisten Yukio Mishima im Japan nach dem atomaren Desaster. Herrliche Arien (Micaela Tobin), Madrigale und Pop-Balladen (Marilies Jagsch) erklingen, während Stepptanz und Ballett den „movements of hemorrhage“ der Wienerin Steffi Wieser gegenübertreten, die tranceartige Zustände bis zur Erschöpfung verursachen.

Konzept, Text/Libretto und Regie: Derrick Ryan und Claude Mitchell
Komposition: Brian Lawlor
Choreografie: Steffi Wieser
Installation: Casey Curran und Daniel Ecker
Öffentliche Kunstinstallationen: Lars Burgquist
Licht: Ben Zamora
Kostüme: Anna Telcs und Jordan Christianson
Grafik: NKO
Produktionsleitung: Gerald Butter und Hektor Peljak

Dauer: 480 Min
Durational Performance: Einlass und Ticketkauf zwischen 18:30 Uhr und 00:30 Uhr
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro
In englischer Sprache.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Diese Performance enthält Nacktheit und explizite Inhalte. Empfohlen ab 16 Jahren.

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Performance

Saskia Hölbling / DANS.KIAS (AT)

fragments of desire

Wie lässt sich die akute allgemeine Überforderung unter dem Eindruck all dessen darstellen, was gerade droht, brennt oder schiefgeht? In diesem Trio wagt die Wienerin Saskia Hölbling den Versuch. Mit Tanz und Musik, Texten und digitalen Videoanimationen zieht sie die Konturen unserer emotionalen und rationalen Belastungen zwischen scheinbarer Normalität und einer zunehmend zersplitternden Realität nach. Allerdings nicht als pessimistischen Abgesang, sondern als künstlerischen Bewältigungsversuch und Teil eines gemeinsamen Bestrebens, das Kippen in den Abgrund noch abzuwenden. Dabei wird die gesellschaftliche Verstörung nicht versteckt, aber fragments of desire wirkt aller alarmistischen Panikstimmung entgegen – auf der Ebene des Alltags und mit Blick auf unsere so fragil wie absurd gewordenen Umgebungen.

Künstlerische Leitung: Saskia Hölbling
Choreografie und Performance: Saskia Hölbling, Ardan Hussain und Leonie Wahl
Musik: Heinz Ditsch
Sound: Miriam Jochmann
Video: Evi Jägle
Videotechnik: Jakob Figo
Licht: Reto Schubiger
Produktion und Presse: Simon Hajós

Dauer: 70 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

In deutscher Sprache.

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Gespräch

KURIER-Gespräch mit Sidi Larbi Cherkaoui

Moderation: Werner Rosenberger

Moderiert von Kurier-Redakteur Werner Rosenberger findet zur Produktion 3S von Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ein exklusives KURIER-Gespräch im Volkstheaters statt – in Anwesenheit von Sidi Larbi Cherkaoui und Festivalleiter Karl Regensburger.

Dauer: 60 Min
Eintritt frei

In englischer Sprache.

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Performance

Sidi Larbi Cherkaoui / Eastman (BE)

3S

Österreichische Erstaufführung

Es braucht viel Mut und Zuversicht, um sich wirklich auf die Krisen unserer Zeit einlassen zu können. Gerade diese Eigenschaften versucht der aus einer marokkanischen Familie stammende Belgier Sidi Larbi Cherkaoui zu stärken. Dafür lässt er drei Tänzer*innen, die aus ganz unterschiedlichen Weltgegenden stammen – Australien, Japan und Kolumbien – solistisch über die heikelsten Ereignisse ihrer Länder reflektieren: Nicola Leahey, Kazutomi „Tsuki“ Kozuki und Jean Michel Sinisterra Munoz. Es geht um die Ausbeutung australischer Urwälder durch Industriekonzerne, um die traumatischen Folgen der US-Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und um das fatale Treiben der kolumbianischen Guerilla. Zu diesem harten Stoff gehören auch Gesang und teils dokumentarische Videobilder, die den roten Faden durch 3S ziehen. Es sei nie zu spät, etwas zu tun, sagt Cherkaoui: „Jeder Einzelne muss seine noch so kleine Fähigkeit nutzen, um in der Welt zu handeln. Und sich gewissen Dingen widersetzen, um nicht unter den Ereignissen zu leiden.“

Konzept und Choreografie: Sidi Larbi Cherkaoui
Performance: Kazutomi „Tsuki“ Kozuki, Nicola Leahey und Jean Michel Sinisterra Munoz
Komposition: Ghalia Benali, Patrizia Bovi, Sidi Larbi Cherkaoui, Karsten Fundal und Tsubasa Hori
Live-Musik: Ghalia Benali, Patrizia Bovi, Tsubasa Hori und Kazutomi „Tsuki“ Kozuki
Live-Kamera: Shawn Fitzgerald Ahern
Animation: Sabine Groenewegen
Text: Ryūnosuke Akutagawa, Arwa Damon (CNN) und Alice Eather
Dramaturgie: Timmy De Laet
Licht: Krispijn Schuyesmans
Kostüme: Veerle Van den Wouwer
Stage Management: Patrick „Sharp“ Vanderhaegen
Technik: Wouter de Groot, Maxime Guislain, Elric Reinartz, Krispijn Schuyesmans
Produktion: Eastman
Copyright (Video): GREENPEACE und SONUMA-RTBF archive images

Dauer: 75 Min
Preise: 8 / 11 / 17 / 28 / 42 / 54 / 68 Euro
Ermäßigt: 6 / 9 / 14 / 23 / 35 / 45 / 57 Euro

In englischer und japanischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Diese Performance enthält explizite Inhalte. Empfohlen ab 16 Jahren.

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Performance

Silke Grabinger – SILK (AT)

SPOTSHOTBEUYS

A collaboration between Silke Grabinger, the Circus of Knowledge and the Department of Robotics at the Johannes Kepler University

Ist die Technik, wie es österreichisch so schön bildhaft heißt, „ein Hund“? Die zeitgenössische Tänzerin Silke „Silk“ Grabinger verbringt zweimal 150 Minuten in einer Installation mit dem berühmt-berüchtigten Roboterhund-Modell „Spot“ von Boston Dynamics. Die zentrale Frage dieser Konfrontation zwischen Mensch und Maschine lautet: Wer zähmt hier wen? Die künstlerische Vorgeschichte von SPOTSHOTBEUYS ist zum Klassiker geworden: Vor genau fünfzig Jahren flog der Aktionskünstler Joseph Beuys nach New York, ließ sich im Krankenwagen vom Flughafen zur Galerie René Block fahren und verbrachte dort drei Tage und drei Nächte im Käfig zusammen mit einem Kojoten. Auf diese Performance mit dem Titel I Like America, and America Likes Me reagiert Grabinger mit einer brisanten Aktualisierung, in der die Technik als zweite Natur auftrumpft.

Konzept, Choreografie und Performance: Silke Grabinger
Probenleitung: Gergely Dudás-Simó
Dramaturgie: Ludwig Felhofer und Silke Grabinger
Kostüme: Bianca Fladerer
Licht: Max Windisch-Spoerk
Zuständigkeit Spot: Eva Fischer und Alfred Weidinger
Outside-Eye: Michael Stolhofer und Michael Eickhoff
Produktionsleitung: Gergely Dudás-Simó und Bettina Bakos
Produktionsteam: Marie Scholze und Astrid Dober
Video: Karol Kensy
Foto: Meinrad Hofer

Dauer: 150 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Diese Performance enthält Theaternebel, Stroboskop-Lichteffekte und laute Musik.
Diese Performance enthält Nacktheit. Empfohlen ab 18 Jahren.

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Tanz

Soa Ratsifandrihana / ama brussels (FR/BE/MG)

g r o o v e

Österreichische Erstaufführung

Erst letztes Jahr stand Soa Ratsifandrihana für die große Anne Teresa De Keersmaeker bei ImPulsTanz auf der Volkstheater-Bühne: In Fase, Four Movements to the Music of Steve Reich waren ihre technische Genauigkeit und elektrisierende Präsenz schon überdeutlich. Mit ihrem Solo stellt sie heuer auch ihr choreografisches Talent unter Beweis: g r o o v e ist ein Dialog mit zwei Musikern, Sylvain Darrifourcq und Alban Murenzi, und ihren völlig verschiedenen Klangwelten. Wie kann der Tanz ein so abwechslungsreiches Gespräch führen und zusätzlich „seiner eigenen Zeitlichkeit treu bleiben“? Tanzstile wie der Madison und der madagassische Afindrafindrao werden aufgegriffen und zu einer ganz eigenen, feinen Bewegungssprache neu montiert – „ein ständiges Spiel der Bindung und des Ungebundenseins“.

Konzept, Choreografie und Performance: Soa Ratsifandrihana
Musik: Sylvain Darrifourcq und Alban Murenzi
Kostüme: Coco Petitpierre
Kostümassistenz: Anne Tesson
Licht: Marie-Christine Soma
Sound: Guilhem Angot
Outside-Eye und Archiv: Valérianne Poidevin
Outside-Eye: Thi-Mai Nguyen
Stagemanagement: Suzanna Bauer
Produktion und Touring: ama brussels
Koproduktion: ama brussels (BE), Charleroi danse (BE), La Place de la Danse – CDCN Toulouse Occitanie (FR), Mars – Mons arts de la scène (BE), Workspacebrussels (BE), Atelier 210 (BE), T2G – Théâtre de Gennevilliers (FR) und La Soufflerie – Scène conventionnée de Rezé (FR)

Dauer: 45 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Empfohlen ab 12 Jahren.

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Performance

Sorour Darabi / DEEPDAWN (FR/IR)

FROM THE THROAT TO THE DAWN

Österreichische Erstaufführung

„Bei grobgrellem Tageslicht hätte ich nie diese paradiesische Nacktheit“, schreibt die französische Schriftstellerin Hélène Cixous. Auch Sorour Darabi begreift in FROM THE THROAT TO THE DAWN die Nacht als einen Raum der Zuflucht und des Widerstandes: Begleitet u. a. von einer Harfe tritt der iranische Performancekünstler als Scheherazade auf, die Königstochter aus Tausendundeiner Nacht , die sich mit ihren Erzählungen von einer Nacht zur nächsten rettet, um dem Mord durch ihren Vater zu entgehen. Sich einen Weg durchs Publikum bahnend enthüllt Darabi „eine Landschaft, die im Licht nicht sichtbar ist“ (Darabi).

Konzept, Choreografie, Texte und Performance: Sorour Darabi
Live-Musik: Pablo Altar and Ange Halliwell
Komposition: Pablo Altar
Licht: Jean-Marc Ségalen
Produktion und Touring: Jenny Suarez
Administration und Produktionsmanagement: Martin Buisson
Produktion: DEEPDAWN-Sorour Darabi

Dauer: 60 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

In Englisch und Farsi.
Diese Performance enthält Nacktheit, Theaternebel und Stroboskop-Lichteffekte.
Empfohlen ab 18 Jahren.

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Performance

Stéphane Peeps Moun & Ian Kaler (DE/FR & DE/AT)

Last Dance | And for the time being

Uraufführung

Eine gemeinsame Arbeit über Freundschaft und die Spuren zweier Leben. Zuerst gibt Stéphane Peeps Moun seinen Last Dance : zu intimen Voice-Over-Erzählungen seiner Mutter auf Lemandais, einem kamerunischen Dialekt, verwoben in ein Klangnetz von Musikproduzent*in rRoxymore. Den zweiten Teil des Abends, And for the time being , bildet eine traumähnliche, autobiografisch-fiktionale Begegnung zwischen Peeps’ langjährigem künstlerischen Weggefährten Ian Kaler und einem Pferd: Hier eröffnet die textliche Untertitelung neben den filmischen und tänzerischen Elementen parallele narrative Stränge.

Dauer: 80 Min
Preis: 28 Euro
Ermäßigt: 23 Euro

In Englisch, Französisch und Lemandais.
Diese Performance enthält Theaternebel und laute Musik.

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Symposium

SYMPOSIUM for Dance and Other Contemporary Practices

LACE#2: Mediating Touch - Hospitality, Integration, and the Interstitial

Symposium: 26.–28. Juli 2024
Residencies: 29. Juli – 2. August 2024

Programm

Symposium
Die Kurator*innen des Symposiums waren von Anbeginn Künstler*innen, Lernende und vor allem Praktizierende, die das Verständnis verband, dass das wesentliche Ziel dieses Events ist, Gelegenheiten zum Wissensaustausch in einem verkörperten Sinn zu bieten. Später verschmolz mit dem bestehenden ein neues Untersuchungsfeld: dieses Forschen entspringt dem Verständnis und der Praxis „künstlerischer Forschung“ oder „praxisbasierter künstlerischer Forschung“.

Mediating Touch (vermittelnde Berührung)
In zahllosen herausfordernden Diskussionen, in denen Berühren oder Berührung angesprochen wird, wird Berührung oft zur notwendigen Quelle aller Verwirrung ernannt. Aber was wäre, wenn Berühren und Berührung nicht die Ursache der Verwirrung sein müssen? Was, wenn die Quelle der Verwirrung durch die Art aufkommt, in der Berührung vermittelt, kommuniziert, beobachtet wird?

Zur Gastfreundschaft
Was lehrt uns Gastfreundschaft, selbst ein Beispiel einer vermittelnden Praxis, über die Bedingungen, die notwendig sind, damit wir in die Erfahrung von „Verwandtschaft“, Fürsorge und Berührung eintreten können?

Zur Eröffnung
Dieser Abend eröffnet eine Woche, in der die Teilnehmenden in die Praxis und Erforschung von Gastfreundschaft eintauchen. Das Symposium betrachtet Gastfreundschaft als eine Schlüsselbedingung für Denken – Denken als Prozess des ganzen Körpers. Isabel Lewis, Mentorin des diesjährigen danceWEB-Programms, wird das Thema eröffnen, gefolgt von Einladungen, sich an relationalen und verbindenden Praxen zu beteiligen. Dies ist ein „Open Doors Event“, vorbeischauen ist erwünscht. Bewegung und Praxis sind Teil des Abends.

Mehr auf www.lacesymposium.com.

ERÖFFNUNG
Engaged Beyond Just Eyes and Ears,
Negotiating Togetherness

Isabel Lewis

CIRCLE
Chen Nadler

Moderation: Deirdre Morris und pavleheidler

DEEP DIVES

Deep Dives sind praxisbasierte Formate, die das relationale Erfahren einer künstlerischen Forschung und/oder Praxis betonen. Die*der Gastgeber* - Künstler*in, Forschende*r oder Aktivist*in - teilt mit den Gästen ihre Praxis/Forschung. Finde die Details und Updates hier.

Mapping Touch
Jenny Roche

The Abyss Between Our Hands
Áron Birtalan

Hospitality Lab for Forgotten Practices
Laura Hicks and Ilana Reynolds

Cartographic Echoes
Lerna Babikyan

Reclaiming Body Freedom by Opening the Language
Stéphanie Janaina

Relay-ing
Konstantinos Tsakirelis, Rasmus Ölme, Stella Malliaraki, Vera Sander, Evita Tsakalaki, Jan Burkhardt, Cătălin Crețu, Andreea Duta, Maia Means, Max Wallmeier

PANELS

Ein Panel am Ende jeden Tages bietet moderierte Zeit zur Reflexion und Integration. Die Gastgeber*innen der Deep Dives des Tages nehmen an dem Panel teil.

RESIDENCIES

Residencies sind ein einwöchiger vertiefender Austausch, in dem der*die Gastgeber*in ihre*seine Forschung/Untersuchung einbringt und alle Teilnehmenden durch das Prisma dieses Materials ihre künstlerischen Interessen in der Gruppe verfolgen. LACE#2 bietet zwei Residencies vor Ort und eine Online-Residency an.

You Will Move Into My Depths
Áron Birtalan

Three of Cups
Stéphanie Janaina

ONISM (Online Residency)
Nea Landin

ZEITPLAN

Der genaue Ablauf und Zeitplan kann heruntergeladen werden.

Die Kommunikationssprache ist Englisch.
Kuratiert von pavleheidler, Deirdre Morris und Sylvia Scheidl.

TEILNAHME

Die Teilnahme ist vor Ort und online über Zoom während des gesamten Symposiums möglich. Die technischen Details für die Online-Teilnahme werden nach der Anmeldung zugesandt. Die Anmeldung für die Vorort- und Online-Teilnahme ist ab sofort hier möglich.

PREISE & KONTAKT

Zahle, was es dir wert ist.
Vorort- und Online-Teilnahme am Symposium: Minimum: 50 Euro
Empfohlen: 150 Euro
Vorort und Online-Residency (inklusive Symposium): 130 Euro

Deine Anmeldung wird erst gültig, wenn wir die Teilnahmegebühr erhalten haben.
Stornoregelung: wenn du deine Teilnahme stornierst, behalten wir 50 Euro Stornogebühr ein.

Wir bieten begrenzte Möglichkeiten, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Die Vorort-Arbeit umfasst unterstützende Tätigkeiten bei den Abläufen, um alle Symposiumsteilnehmer*innen geschmeidig durch den Tag zu führen, für Getränke und Snacks zu sorgen, die Räume im Blick zu haben, den Veranstaltungsort am Freitag vorzubereiten und am Sonntag aufzuräumen. Bei Interesse schreibe an symposium@impulstanz.com.

Du hast Fragen zur Teilnahme und/oder zur Anmeldung? Bitte kontaktiere workshopoffice@impulstanz.com.

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Performance

Tobias Koch & Thibault Lac (CH & FR)

Fool’s Gold

Österreichische Erstaufführung

Er tarnt sich als Diener oder führt sich als Herr auf, ist Beelzebub und Engel in einer Erscheinung. Der Harlekin erfährt in dieser performativen Gaukelei die ihm zustehende Würdigung als Narr, der aus der italienischen Commedia dell’arte des 16. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart gereist ist. Hier wird er von dem Tänzer Thibault Lac und dem Musiker Tobias Koch neu beleuchtet. Dabei spielen diabolischer Tanz und eindringliche Klänge mit den Technologien des Spektakels, die gerade auf jeden Lebensbereich zugreifen, das Bewusstsein vernebeln und eitle Popanze zu Held*innen stilisieren. So wie in Fool’s Gold sieht heute die Spielwiese der als Harlekin personifizierten Triebabfuhr aus. In ihrer Umwandlung traditioneller Theaterkonventionen erinnern Lac und Koch daran, dass die grobe Rede des Narren zum Gold der Wahrheit werden kann.

Ein Stück von Tobias Koch und Thibault Lac in Zusammenarbeit mit Stephen Thompson
Licht: Alice Panziera
Kostüme: Ottolinger (Cosima Gadient und Christa Bösch)
Technische Assistenz: Thibault Villard
Fotos: Jelena Luise
Koproduktion: ROXY Birsfelden (CH), Tanzhaus Zürich (CH), Gessnerallee Zürich (CH) und Südpol Luzern (CH)

Dauer: 60 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

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Performance

Trajal Harrell (CH/GR/US)

Sister or He Buried The Body

Österreichische Erstaufführung

Trajal Harrell ist bekannt für seine Eingriffe in schon geschriebene Geschichten und Geschichte – sei es die fiktive Begegnung zwischen den Postmodernist*innen der Judson Church und der Ballroom-Szene in Harlem in (M)imosa, oder Maggie The Cat, seine Bearbeitung der Katze auf dem heißen Blechdach, welche die von Tennessee Williams übergangenen Schwarzen Bediensteten ins Rampenlicht rückt. Auch im Solo Sister or He Buried the Body findet er Realness in Fiktion: Hier trifft Butoh-Begründer Tatsumi Hijikata nicht nur auf Katherine Dunham, Pionierin des afroamerikanischen Tanzes, Harrell erklärt beide sogar zu Geschwistern. Einmal mehr stellt er sein außergewöhnliches Talent dafür unter Beweis, straffe historische und ästhetische Knoten zu lösen und vermeintlich Disparates aufs Engste zu verweben.

Choreografie, Performance, Installation, Kostüme und Soundtrack: Trajal Harrell
Dramaturgie: Sara Jansen

Dauer: 30 Min
Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro