Im Auftrag des Fernsehens der DDR entwickelte der Architekt Franz Ehrlich 1952 das erste und einzige deutsche Fernsehtheater. Das Theater, entworfen im Bauhaus-Stil, sendete bis 1957 Opern und Schauspielkomödien in die DDR-Haushalte, bevor der Theatersaal entkernt und in ein Fernsehstudio umfunktioniert wurde. Bis zum Ende des Deutschen Fernsehfunks nach der Wende 1991 wurde von hier aus die bekannteste Nachrichtensendung der DDR „Die Aktuelle Kamera“ übertragen. Der große Theater- und Sendesaal wurde nach der Abwicklung stillgelegt und nur noch der Kopfbau mit Foyer und Konferenzraum blieb für Vermietungen offen.
Erst 2015 erlebte das alte Fernsehtheater unter dem damaligen Namen Theater Adlershof seine Renaissance. Das Team um Regisseurin und Choreografin Kathrin Schülein bespielt seitdem im Kopfbau das alte Foyer, umgewandelt in eine gemütliche Theaterlounge mit Bar.
Im Zuge der Pandemie erweiterte sich das Haus.
In den Sommermonaten wird nun zusätzliche eine Open Air Bühne bespielt und seit November 2021 ist der große Theater- und Sendesaal wieder in Betrieb.
Mit seinem vielseitigen Angebot aus Musik-, Sprech-, Tanztheater und Konzerten und dem Bekenntnis zu seiner Geschichte erreicht das Theater Ost die Menschen aller Altersschichten und Interessen: Klassische Inszenierungen und Gegenwartstheater, Kindertheater, Konzerte von Swing über Chanson, Jazz bis Balkanpop und Klassik gestalten neben innovativen Projekten, szenischen Lesungen und Talkrunden das Programm.
Lina Wendel ist eine deutsche Schauspielerin. Sie erhielt nach ihrer schauspielerischen Ausbildung, die sie von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin absolvierte, im Jahr ihres Abschlusses ein erstes Festengagement, das sie bis 1992 an das neue theater Halle führte. Hier spielte sie u. a. das Gretchen im Urfaust von Johann Wolfgang von Goethe, Ophelia in William Shakespeares Hamlet und die Sonja in Sommergäste von Maxim Gorki. Bis Mitte der 1990er Jahre wirkte Wendel in Hamburg, trat hier am Ernst-Deutsch-Theater und der Komödie Winterhuder Fährhaus auf.
Nach einem Gastspiel beim Kunstfest Weimar 1996 war sie von 1997 bis 1999 am Staatstheater Cottbus verpflichtet, wo sie neben anderen Rollen als Helena im Sommernachtstraum von Shakespeare und als Amelia in Federico García Lorcas Bernarda Albas Haus zu sehen war. Seit dem Jahr 2000 ist sie freischaffend tätig.
Lina Wendel stand bereits als 17-Jährige auch vor der Kamera, damals noch fürs DDR-Fernsehen. Seit Mitte der Neunzigerjahre sieht man die Berlinerin regelmäßig in Film und Fernsehen. Großen Erfolg brachte ihr 2013 die Darstellung der Titelfigur im Independent-Film „Silvi“, für den sie mehrere Auszeichnungen erhielt. 2015 verkörperte sie neben Peter Kurth in Thomas Stubers Langspielfilmdebüt „Herbert“ die weibliche Hauptrolle. Für ihre Rolle im Kinofilm „Tamara“ (2024) erhielt sie den Grimme-Preis.
Einem breiten Publikum wurde Lina Wendel seit 2015 in der Titelrolle der Reihe „Die Füchsin“ bekannt, in der sie als Privatdetektivin und ehemalige MfS-Spionin Anne Marie Fuchs tief im Westen der Republik ermittelt und regelmäßig für Top-Quoten sorgt.
Gisela Oechelhaeuser ist neue Gastgeberin der Reihe.
"Gespräche sind für mich ein Genuss, öffentliche Gespräche ein öffentlicher Genuss. In diesem Sinne sind sie ein Grundnahrungsmittel für eine lebendige Gesellschaft."
In "Menschen am Sonntag" bittet die Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser Menschen zum Gespräch über die Frage, wie wir leben wollen. Jeder Gast, vom Künstler bis zum Politiker, berichtet von seinen besonderen Erfahrungen im Kampf gegen Ängste und Resignation, von seinen Niederlagen und natürlich von seinen Erfolgen.
Es wird ein Sonntagsschmaus, eingedenk der Aufforderung des großen B.B.:
"Alle Künste tragen bei zur größten aller Künste, der Lebenskunst."
Karten im Vorverkauf: 30 €
Karten an der Abendkasse: 34 €
Von und mit Anette Daugardt und Uwe Neumann- eine Produktion von KantTheaterBerlin und Globe
„Die beiden Eheleute Quangel, zwei bedeutungslose Einzelwesen im Norden Berlins, nehmen eines Tages im Jahre 1940 den Kampf auf gegen die ungeheure Maschinerie des Nazistaates, und das Groteske geschieht: Der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“
Das Vorbild für diesen Roman von Hans Fallada war das Arbeiterehepaar Otto und Elise Hampel, die für ihre Auflehnung gegen die Menschenverachtung des NS-Regimes am 8.April 1943 in Berlin- Plötzensee hingerichtet wurden. Fallada erzählt hier in einer fast krimiartigen Atmosphäre von sogenannten kleinen Leuten, die in den Jahren 1940 bis 1942 Aufrufe zum Widerstand auf Karten und in Briefen verbreitet hatten, nachdem sie durch den Tod ihres Sohns an der Front ihre ursprünglich positive Haltung zu Hitler und seiner Kriegsmaschinerie restlos verlieren.
Fallada schreibt im Vorwort seines Romans:
„Die Geschehnisse folgen in großen Zügen Akten der Gestapo. Mancher wird finden, dass in diesem Buche reichlich viel gequält und gestorben wird. Der Verfasser gestattet sich, darauf aufmerksam zu machen, dass in diesem Buch fast ausschließlich von Menschen die Rede ist, die gegen das Hitlerregime ankämpften, von ihnen und ihren Verfolgern. In diesen Kreisen wurde in den Jahren 1940 bis 1942 und vorher und nachher ziemlich viel gestorben. Es hat dem Verfasser oft nicht gefallen, ein so düsteres Gemälde zu entwerfen, aber mehr Helligkeit hätte Lüge bedeutet.“
ANNETTE DAUGARDT, geboren 1966 in Berlin, Schauspielausbildung 1987-1991 an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg. Engagements unter anderem bei: Freie Volksbühne, Berliner Ensemble, Théâtre National du Luxembourg, Goethetheater Bremen. Seit 2003 realisiert sie gemeinsam mit anderen Künstlern als KantTheaterBerlin eigene Projekte: Totentanz (2014), Traumnovelle (2015), Poe Solo 4 x Leben (2016), Feuer Blut Hund (2018), TROTZ (2018), 1984 (2019). 2020 coronabedingt eine filmische Umsetzung von Heinrich Heines 9-jähriger Bettlägerigkeit: IN DER MATRATZENGRUFT. Daraus entstand 2021 ein sehr erfolgreiches Hörbuch und eine Stückfassung. 2021 folgte eine Förderung für die filmische Umsetzung Kopfstein*, woraus 2022 das Solotheaterstück 24 Stunden aus dem Leben einer Frau von Stefan Zweig hervorging, 2022 ein Stipendium für eine eigene Fassung von Schuld und Sühne, ebenfalls 2022 erhielt Anette Daugardt ein 3-monatiges Stipendium, um sich mit den schreibenden Frauen des späten 18.Jahrhunderts zu befassen: Daraus ist im Frühjahr 2023 das Theaterstück: Rahel- die Wege muss man suchen entstanden und durch eine weitere Förderung im Herbst 2023 ein Stück über Karoline von Günderrode Warum ward ich kein Mann! 2024 konnte Brief an den Vater von Franz Kafka, 2025 Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada in Zusammenarbeit mit dem Globe Berlin realisiert werden.
UWE NEUMANN studierte an der Pariser Schauspielschule Cours Simon und der Universität der Künste Berlin. Prägend war auch ein längerer Studienaufenthalt am Théâtre du Soleil in Paris. Wichtige Stationen in Deutschland waren u.a. das Hans-Otto-Theater in Potsdam, das Stadttheater Heidelberg und in Berlin das Maxim-Gorki-Theater und die Komödie am Kurfürstendamm.
Seit 2003 produziert er mit dem KantTheaterBerlin Stücke und Programme: Zuletzt „1984“ von George Orwell, „Schuld und Sühne“ von Dostojewski, ein Stück über Rahel Varnhagen, „Brief an den Vater“ von Franz Kafka und „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada. Ein Schwerpunkt lag in den letzten Jahren auf Heinrich Heine, so produzierte er zusammen mit dem Gitarristen Ian Melrose das musikalische Heine-Programm „Heine gets the groove“, und zusammen mit Anette Daugardt „Matratzengruft“, ein Stück über Heines letzte neun Jahre in Paris. Von beiden Abenden sind gleichnamige CD’s erschienen. Außerdem beschäftigt er sich seit Längerem mit polnischer Kultur und Literatur. Daraus entstand „Grande Valse Brillante“, ein Abend über die polnische Sängerin Ewa Demarczyk und den belgischen Sänger Jacques Brel, gefördert vom Polnischen Kulturinstitut Berlin. Im Moment arbeitet er, wiederum zusammen mit Ian Melrose, an einem musikalischen Programm über Karl Dedecius, den großen Übersetzer polnischer Poesie ins Deutsche. Seit 2019 ist er Mitglied im Ensemble des Globe-Theaters Berlin.
Aus Kritiken:
„Das Schauspielduo Daugardt und Neumann macht den Roman-Klassiker von Hans Fallada auf eindrucksvolle und emotionale Weise zu einem packenden Bühnenstück… …Ihre gemeinsame Bühnenpräsenz machte den Abend zu einem intensiven Erlebnis… Hauptsache, man leistet Widerstand«, lässt Fallada Anna sagen - Worte, die in Daugardts Interpretation eine besondere Wucht entfalteten…Das Zusammenspiel der beiden Darsteller wirkte in jeder Minute präzise und harmonisch...“
„Anette Daugardt und Uwe Neumann adaptieren das Werk als eindringliches Kammerspiel für die Bühne“
Karten im Vorverkauf: 30 €
Karten an der Abendkasse: 34 €
Bewertungen & Berichte Jeder stirbt für sich allein
Aufführung
BERLIN - Die 20er Jahre - Eine Stadt im Taumel
Eine musikalisch-literarische Collage von & mit Sigrid Grajek / Am Piano: Jens-Karsten Stoll
Charleston-Kleid, Kokain, Absinth, Monokel, Frack, Champagner, Federboa, Tanz auf dem Vulkan, mondäne Unterhaltung und Nächte bis zum Morgengrauen, als ob jede die letzte wäre…
Soweit die Nostalgie und die Bilder, die gewöhnlich im Zusammenhang mit den sogenannten »Goldenen Zwanzigern« in den Köpfen entstehen. Das alles betrifft im Grunde allerdings nur die Zeit zwischen 1924 und 1929.
Sigrid Grajek hingegen geht es um die Jahre von 1918 bis 1933, also jene zwischen den beiden Weltkriegen, wo sich unter der schillernd-schönen »Berlin im Licht«-Oberfläche eine dunkel-bittere Seite offenbart.
Obwohl man von der »Weimarer Republik« spricht, war Berlin das pulsierende Zentrum. Die unterschiedlichen Lebensrealitäten dieser fünfzehn Jahre wurden in einer Vielzahl von Liedern und Texten mit oft unerschütterlichem Humor dokumentiert.
Sigrid Grajek fügt ihre Auswahl daraus zusammen und kreiert einen musikalisch-literarischen Spiegel der Epoche, dessen Ähnlichkeiten mit unserer Zeit bisweilen erschreckend sind.
Sigrid Grajek ist singende Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Mit ihren musikalisch-literarischen Programmen u.a.Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen…und BERLIN: Die 1920er – Eine Stadt im Taumel beleuchtet sie seit vielen Jahren die Weimarer Republik und Berlin mit Liedern und Texten aus den Jahren 1918 bis 1933.
Jens-Karsten Stoll ist Musiker und Komponist. Als musikalischer Leiter und Komponist war er für Theaterproduktionen u.a. am Berliner Ensemble, Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Hamburg tätig. Mit dem Kabarettisten und Regisseur Rainald Grebe arbeitet er seit 2008 zusammen, mit der Schauspielerin Nina Petri seit 2011. Seine Kunst führte ihn u.a. nach Mexiko-City, Bangkok, Hongkong, Washington, Abidjan und Taschkent.
Karten im Vorverkauf: 30 €
Karten an der Abendkasse: 34 €
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Bewertungen & Berichte BERLIN - Die 20er Jahre - Eine Stadt im Taumel
Familienprogramm
Familienvorstellung:
Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Wir feiern seinen 130. Geburtstag!
Eine musikalische Buchpräsentation für alle ab 6 Jahren über das Leben des Komponisten Friedrich Hollaender
Inka Pabst (Schauspielerin, Sängerin und Kinderbuchautorin) präsentiert ihr neustes Werk „Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ - Die Geschichte über das aufregende Leben von Friedrich Hollaender.
Friedel oder Fritz, wie ihn seine Eltern nannten, war einer der wichtigsten Komponisten und Texter der Weimarer Republik. Er schrieb Lieder, die ihn weltberühmt machten; z.B. „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ für die legendäre Marlene Dietrich. Seine Biografie erzählt von musikalischen Sternstunden, den turbulenten 1920er Jahren in Berlin, aber auch von der Flucht vor den Nationalsozialisten nach Amerika. In Hollywood feierte er große Erfolge und seine Musik wurde mehrmals für einen Oscar nominiert. Doch trotz Ruhm und Erfolg blieb eines: die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat.
Und weil es in dem Buch um einen Musiker geht, kann man darin auch welche hören. Hä? Musik im Buch? Wie soll das denn gehen? Das erfährt man in einer musikalischen Lesung mit Inka Pabst, Torsten Knoll und diversen Instrumenten im Theater Ost.
ab 6 Jahren
Kleinere Geschwisterkinder, die keinen eigenen Sitzplatz benötigen und bei den Eltern auf dem Schoß sitzen, dürfen kostenfrei mit ! Mit Sitzplatz: Kaufen Sie bitte eine Kinderkarte.
Familienvorstellung:
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Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Konzert
DIE FRIEDRICH HOLLAENDER REVUE
Wir feiern seinen 130. Geburtstag!
Das Jubiläumskonzert für die Großen mit den Berliner Vocaphonikern
Kein Komponist und Texter hat das deutsche wie internationale Kabarett geprägt wie FRIEDRICH HOLLAENDER.
Aus Anlass seines 130. Geburtstages spielen die BERLINER VOCAPHONIKER ihre ganz spezielle Revue, die einen musikalischen Querschnitt des gewaltigen Œuvres des Meisters zeigt. Was wäre Marlene Dietrich ohne die Lieder des "großen, kleinen Fritz" (Charlie Chaplin über den nur 1,50m großen Komponisten)?
Auch viele andere Stars des deutschen wie internationalen Entertainments sangen seine Lieder: Blandine Ebinger, Claire Waldoff, Heinz Rühmann, Comedian Harmonists und später Billie Holiday, Nat King Cole, Ella Fitzgerald, Brian Ferry, Milva, Eartha Kitt und sogar die Beatles! Die Berliner Vocaphoniker bieten eine kurzweilige Revue-Kabarettsongs aus den 20er Jahren erklingen ebenso wie Tango & Walzer, Swinghits & Hollywood Filmmelodien wechseln sich mit Boogie Woogie und Berliner Schnauze ab - dies alles mit ironischem Augenzwinkern und einer furiosen Kostümschlacht.
Das Programm folgt einer zeitliche Chronologie des künstlerischen Schaffens des Komponisten und Autors. Nach einem furiosen musikalischen Auftakt beginnen " Liedern eines armen Mädchens", welche Friedrich Hollaender zu Anfang der 20er Jahre seiner damaligen Geliebten und späteren 1. Ehefrau Blandine Ebinger quasi auf den Leib - besser auf Berliner Herz und Schnauze schrieb. Weitere große und erfolgreiche Kabarettschlager der mittleren und späten 20er Jahre folgen: Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin!
Den nächsten Höhepunkt bilden die Songs, die ihn schon Ende der 20er Jahre weltberühmt machten und seinen internationalen Ruf als Filmkomponist begründeten: "Ich bin von Kopf bis Fuß", "Ich bin die fesche Lola", "Wenn ich mir was wünschen dürfte" uvm. Aus seiner Hollywood Zeit erklingen Swing Hits wie "You leave me breathless" und Songs aus dem Billy Wilder Klassiker "A Foreign Affair": "Black Market" und "In den Ruinen von Berlin". Letztendlich sind die Songs zu hören, die Holländer nach seiner Rückkehr nach Deutschland komponierte wie z. B. einen Boogie Woogie aus dem Film "Das Spukschloss im Spessart" sowie den legendären Kabarett Klassiker "Stroganoff".
Das Ensemble bietet nicht nur Ohrenschmaus, auch in puncto Optik ist hier Abwechslung Trumpf.
Bewertungen & Berichte DIE FRIEDRICH HOLLAENDER REVUE
Konzert
DVAZET LET - Lass die Polka spieln
Moravska Entertainment & Fruchthof Teplice present: 20 Jahre Jindrich Staidel-Combo
20 Jahre Jindrich Staidel Combo, man ist geneigt zu meinen- Zeit, die nie vergeht. Erleben Sie einen musikalischen Abend, der die dunkle Seite unseres Alltages mehr als aufhellt und der in einem besonderen Licht verklingt.
Sein Sie dabei, beim Feuerwerk der Jazzpolka, einem Programm, bei dem Raum und Zeit kollidieren.
Erleben Sie also den berühmten Pharao der Jazzpolka Jindrich Staidel und seine Polkakrieger beim musikalischen Feldzug durch Barrandov, dem tschechischen Hollywood unweit von Olomuc: Staidel goes Barrandov- gehen Sie mit. Das Programm ist in Farbe und wird letztmalig ohne Karel Gott ausgestrahlt! Freuen Sie sich auf uns, denn wir freuen uns auf Sie.
Bewertungen & Berichte DVAZET LET - Lass die Polka spieln
Forum
DIE ZWANGSVOLLSTRECKUNG AM 24.08.2026 ist abgewendet
Liebe Gäste, liebe Freunde, liebe Unterstützer,
Soeben erreichte uns ein Schreiben der Gerichtsvollzieherin, dass der Termin am kommenden Montag zur Räumung des Theater Ost abgewendet werden konnte.
Wie kam es dazu?:
Das Gerichtsurteil des Landgerichts Berlin vom 19.12.2025, in dem die Kündigung unseres Mietvertrages als rechtsgültig erklärt wurde, enthält einen Hinweis, der uns die Möglichkeit gibt, mit der Hinterlegung einer Summe von 10.000,00 € eine vorläufige Zwangsvollstreckung abzuwenden.
Die Ostdeutsche Medienholding (Berliner Zeitung, Ostdeutsche Allgemeine und Weltbühne) stellte dankenswerterweise dieses Geld bereit und überwies die 10.000,00 € auf das Fördervereinskonto des Theaters.
So konnten wir gestern die Zwangsvollstreckung vorerst abwenden. Heute ging uns das Schreiben zu.
Der Hinweis im Urteil beinhaltet aber auch, dass der Erbbaupächter Stefan Klinkenberg im Gegenzug 50.000,00 € hinterlegen kann, um damit die Abwendung wieder aufzuheben. Das bedeutet, dass es einen neuen Termin zur Zwangsvollstreckung geben kann. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt für den Fortbestand unseres Theaters kämpfen, die Sonderveranstaltung am Dienstag von vielen Interessierten wahrgenommen wird und wir versuchen müssen, einen solchen zweiten Termin zu verhindern.
Hiermit möchten wir zuerst der Ostdeutschen Medienholding für die monatelange personelle sowie finanzielle Unterstützung von Herzen danken! Auch allen Menschen, die sich seit Bekanntwerden dieser unsozialen und ungerechten Handlungsweise bei uns gemeldet haben (es sind unendlich viele) möchten wir Danke sagen. Der Zuspruch, der Beistand, der Zusammenhalt sind ein Anker und geben uns Kraft. Stehen wir zusammen und retten ein Stück Ostkultur!
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Bewertungen & Berichte DIE ZWANGSVOLLSTRECKUNG AM 24.08.2026 ist abgewendet
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Theater Ost
Im Auftrag des Fernsehens der DDR entwickelte der Architekt Franz Ehrlich 1952 das erste und einzige deutsche Fernsehtheater. Das Theater, entworfen im Bauhaus-Stil, sendete bis 1957 Opern und Schauspielkomödien in die DDR-Haushalte, bevor der Theatersaal entkernt und in ein Fernsehstudio umfunktioniert wurde. Bis zum Ende des Deutschen Fernsehfunks nach der Wende 1991 wurde von hier aus die bekannteste Nachrichtensendung der DDR „Die Aktuelle Kamera“ übertragen. Der große Theater- und Sendesaal wurde nach der Abwicklung stillgelegt und nur noch der Kopfbau mit Foyer und Konferenzraum blieb für Vermietungen offen.
Erst 2015 erlebte das alte Fernsehtheater unter dem damaligen Namen Theater Adlershof seine Renaissance. Das Team um Regisseurin und Choreografin Kathrin Schülein bespielt seitdem im Kopfbau das alte Foyer, umgewandelt in eine gemütliche Theaterlounge mit Bar.
Im Zuge der Pandemie erweiterte sich das Haus.
In den Sommermonaten wird nun zusätzliche eine Open Air Bühne bespielt und seit November 2021 ist der große Theater- und Sendesaal wieder in Betrieb.
Mit seinem vielseitigen Angebot aus Musik-, Sprech-, Tanztheater und Konzerten und dem Bekenntnis zu seiner Geschichte erreicht das Theater Ost die Menschen aller Altersschichten und Interessen: Klassische Inszenierungen und Gegenwartstheater, Kindertheater, Konzerte von Swing über Chanson, Jazz bis Balkanpop und Klassik gestalten neben innovativen Projekten, szenischen Lesungen und Talkrunden das Programm.Kartentelefon: +49 (0)30-23 93 45 79