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Bregenzer Festspiele

Große Oper mit Seeblick

Anspruchsvolles Musiktheater, beste Unterhaltung für ein großes Publikum und bleibende Momente unter freiem Himmel gehören bei den Bregenzer Festspielen zusammen. Die größte Seebühne der Welt ist Hauptanziehungspunkt des Sommerfestivals, zu dem alljährlich im Juli und August über 200.000 Besucher strömen. Wenn die Sonne langsam im Bodensee versinkt und die Lichter rund um das Ufer erglühen, beginnen für rund 7.000 Besucher spektakuläre Opern-Inszenierungen in außergewöhnlichen Bühnenbildern.

Ein wichtiger Akteur ist die Opernkulisse. Sogar James Bond wurde auf die preisgekrönten Bühnenbilder aufmerksam und jagte in Ein Quantum Trost Bösewichte quer durch das Festspielareal. Wenn der Blick des Zuschauers nach links und rechts schweift, fällt ein anderer entscheidender Faktor ins Auge: die Natur mit ihren nahen Alpengipfeln und dem Vorarlberger Bodensee. Urbanes Flair und die entspannte Stimmung eines lauen Sommerabends machen das Erlebnis Seebühne komplett. Eine neugierig vorbeischwimmende Entenfamilie passt da bestens ins Bild.

1946 begann das Spiel auf dem See, heute ist es das Herzstück eines international renommierten Festivals. Dazu gehören auch die Oper im Festspielhaus, Konzerte mit den Wiener Symphonikern und dem Symphonieorchester Vorarlberg sowie zeitgenössische Werke auf der Werkstattbühne. Sehenswerte Museen und Galerien – sowohl in Bregenz als auch im umgebenden Vier-Länder-Eck – tragen zu einem stimmigen Gesamtbild bei. Kunst und Kultur sind hier nicht einer kleinen Kulturelite vorbehalten, sondern für alle da.

„Festspiele wie diese sind eine ideale Einstiegsdroge“, befand die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und das ZDF heute journal titelte: „Für ein paar Wochen im Sommer ist Bregenz eben immer auch ein bisschen Hollywood.“

Kontakt

Bregenzer Festspiele
Platz d. Wiener Symphoniker 1
A-6900 Bregenz

Telefon: +43 (0)5574-407 6
Fax: +43 (0)5574-407 400
E-Mail: ticket@bregenzerfestspiele.com

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Bregenzer Festspiele

Oper

Der Freischütz

Carl Maria von Weber

Premiere: 17.7.2024

Romantische Oper in drei Aufzügen (1821)
Libretto von Friedrich Kind nach der gleichnamigen Erzählung
von August Apel (1810); Dialogfassung von Jan Dvořák nach
einem Konzept von Philipp Stölzl
In deutscher Sprache
Zusatzmusik von Ingo Ludwig Frenzel

Schaurig-schönes Opernmärchen

Der Freischütz auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele

Sie locken alljährlich im Juli und August rund 200.000 Besucherinnen und Besucher an den Bodensee und verwandeln Bregenz in ein Eldorado für Kunst- und Kulturinteressierte: die Bregenzer Festspiele. Besonders für die eindrucksvollen Opernkulissen der Seebühne, die scheinbar im Wasser schweben, sind die Bregenzer Festspiele weltweit bekannt. Sogar James Bond fand Gefallen an den preisgekrönten Bühnenbildern und jagte in Ein Quantum Trost seine Widersacher quer durch das Festspielareal.

2024 geht es auf der Seebühne nicht mit rechten Dingen zu: In Carl Maria von Webers Oper Der Freischütz entfaltet sich eine düstere Geschichte um Liebe, Schicksal und Magie. Mittendrin in der gruseligen Szenerie: Der junge Amtsschreiber Max und seine geliebte Agathe. Um die Tochter des Erbförsters heiraten zu dürfen, muss sich Max einem archaischen Brauch unterwerfen und einen Probeschuss absolvieren – eine für ihn unerfüllbare Herausforderung. Das weiß auch der zwielichtige Kaspar. Er überredet Max, mit ihm in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die niemals ihr Ziel verfehlen. In seiner ausweglosen Situation schließt Max in dieser Nacht den Pakt mit dem Teufel. Was er nicht weiß: Sechs der verfluchten Kugeln treffen, die siebte aber lenkt der Teufel selbst.
Agathe weiß von alledem nichts, doch am Morgen ihres Hochzeitstages packt sie eine düstere Vorahnung. Und als es zum Probeschuss kommt, hat ihr Geliebter ausgerechnet die siebte Kugel geladen. Er legt an, zielt und drückt ab …
Ein atmosphärisches Schauermärchen, große Gefühle und einprägsame Melodien:

DAUER: 2 Stunden (ohne Pause)

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Bewertungen & Berichte Der Freischütz

Oper

Tancredi

Gioachino Rossini

Premiere: 18.7.2024

Melodramma eroico in zwei Akten (1813) – Ferrara-Fassung
Libretto von Gaetano Rossi nach der Tragödie Tancrède von Voltaire (1760) | In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Es ist ein packender Opernthriller der Gefühle, mit dem sich der erst 20-jährige Gioachino Rossini 1813 von Venedig aus an die Speerspitze der italienischen Komponisten katapultierte. Obwohl ein Frühwerk, zeugt Tancredi mit seinen schwungvollen ­Melodien und den rauschenden Finali vom musikalischen Einfallsreichtum Rossinis.

Amenaide soll dem Willen ihres Vaters gehorchen und einen Mann heiraten, den sie nicht liebt, und damit ihren Beitrag leisten, den Machtkampf zwischen zwei verfeindeten Familien in ihrer Heimatstadt zu beenden. Denn nur vereint sei man stark genug im Kampf gegen feind­liche Einflüsse. Amenaide, zwischenzeitig als Verräterin verdächtigt und mit dem Tode bedroht, liebt allerdings Tancredi, der unerkannt in seine Heimatstadt zurückkehrt, von der Zwangsverlobung erfährt und den Nebenbuhler tötet. Doch das vertrauensvolle Verhältnis zu Amenaide ist dahin, Tancredi ist verzweifelt und möchte im Kampf den Tod finden …

Diese spannungsgeladene Oper über Liebe, Vertrauen und die Unmöglichkeit, in Krisenzeiten glücklich zu werden, wird Jan Philipp Gloger inszenieren. Seit 2010 ist der Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg auch international als Opernregisseur tätig. Die musikalische Leitung übernimmt Yi-Chen Lin, die dem Publikum der Bregenzer Festspiele als Dirigentin von Giacomo Puccinis Madame Butterfly in Erinnerung ist.

Argirio: Antonino Siragusa
Tancredi: Anna Goryachova
Orbazzano: Andreas Wolf
Amenaide: Mélissa Petit
Isaura: Laura Polverelli

Musikalische Leitung: Yi-Chen Lin
Inszenierung: Jan Philipp Gloger
Bühne: Ben Baur
Kostüme: Justina Klimczyk
Licht: Martin Gebhardt
Kampfchoreographie: Ran Arthur Braun
Chorleitung: Lukáš Vasilek
Dramaturgie: Claus Spahn, Florian Amort

Stunt-Factory
Prager Philharmonischer Chor
Wiener Symphoniker

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Oper

Unmögliche Verbindung

Ondřej Adámek

Premiere: 27.7.2024

Musiktheater (2024)
Konzeption von Thomas Fiedler und Ondřej Adámek
Uraufführung / Auftragswerk der Bregenzer Festspiele und des Ensemble Modern
In mehreren Sprachen mit deutschen Übertiteln

Ob der Tod eines geliebten Menschen, Kommunikationsverbote in Gefängnissen oder polarisierende Stimmungen, Erwartungen und Vorwürfe im politischen Diskurs: In Situationen emotionaler Überforderung fühlen sich Menschen oftmals sprachlos.

An diesen Schnittstellen, an denen Kommunikation scheitert, erschwert oder verhindert wird, setzt das neue performative Musiktheater Unmögliche Verbindung des deutschen Regisseurs und Autors Thomas Fiedler und des tschechischen Komponisten und Dirigenten Ondřej Adámek an, das eigens für das Ensemble Modern konzipiert und komponiert wird. Für Bühne und Kostüm zu dieser Uraufführung zeichnet Christian Wiehle verantwortlich, der die Werkstattbühne in einen magischen Versammlungsort verwandeln wird.

Mit Unmögliche Verbindung erprobt Ondřej Adámek auch eine für ihn neue Art des Komponierens: Die Musiker:innen des Ensemble Modern sind von Anfang an in den kreativen Prozess eingebunden und gestalten experimentell durch musikalisch neue Ausdrucksmittel die Komposition entscheidend mit.

EINFÜHRUNGSVORTRAG 45 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Ein kostenfreies Ticket kann online gebucht werden.

Stimme: Tara Khozein, Hanni Lorenz

Musikalische Leitung: Ondřej Adámek
Inszenierung: Thomas Fiedler
Bühne | Kostüme: Christian Wiehle
Licht: Carsten Sander
Video: Carl John Hoffmann
Klangregie: Norbert Ommer
Dramaturgie: Florian Amort

Mitglieder des Bregenzer Festspielchores
Ensemble Modern

DAUER: 60 Minuten (keine Pause)

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Oper

Der Ehevertrag | Gianni Schicchi

Gioachino Rossini | Giacomo Puccini

Premiere: 12.8.2024

Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio)
Farsa comica in einem Akt (1810)
Libretto von Gaetano Rossi nach der gleichnamigen Komödie von Camillo Federici (1790)

Gianni Schicchi
Oper in einem Akt (1918)
Libretto von Giovacchino Forzano nach einer Episode aus dem 30. Gesang des Inferno aus der Commedia von Dante Alighieri (1321)

Über 100 Jahre liegen zwischen Gioachino Rossinis erster öffentlich aufgeführter Oper Der Ehevertrag (La cambiale di matrimonio) und dem Einakter Gianni Schicchi aus Giacomo Puccinis Il trittico. Beiden Werken ist das Gespür für ironische Situationskomik und witzige lautmalerische Effekte gemein.

Diese lustige wie ungewöhnliche Kombination setzt erneut die Grande Dame der Opernwelt, Kammersängerin Brigitte Fassbaender, mit den jungen Sänger:innen des Opernstudios in Szene – und der Brite Leo McFall, Chefdirigent des Symphonieorchesters Vorarlberg, übernimmt mit diesem Doppelabend zum ersten Mal die musikalische Leitung einer Opernproduktion bei den Bregenzer Festspielen.

In Der Ehevertrag bietet der Geschäftsmann Tobia Mill seine Tochter Fannì dem kanadischen Geschäftsmann Slook zum Kauf an: Sie ist aus gutem Hause, nicht älter als 30 Jahre, mit einwandfreiem Charakter und bei guter Gesundheit. Perfekt also für die Überfahrt nach Kanada. Fannì liebt allerdings den mittellosen Edoardo. Nach einigen Turbulenzen macht Slook schließlich Edoardo zum Universalerben – und jetzt gibt auch der bärbeißige Vater seine Einwilligung zur Hochzeit.

Gianni Schicchi spinnt das Thema Erbschaft fort; mit dieser Oper hat Puccini eine geradezu singuläre Erbschleichersatire geschaffen: In scheinheiliger Anteilnahme versammeln sich die zuvor enterbten Hinterbliebenen am Totenbett des wohlhabenden Patriziers Buoso Donati, echauffieren sich über das aufgefundene Testament und werden schlussendlich von Gianni Schicchi übers Ohr gehauen, der als falscher Donati vor dem Notar das Vermögen unter den gierigen Verwandten verteilt, sich jedoch die besten Immobilien kurzerhand selbst vermacht.

Mit: Dionysios Avgerinos, Fabian-Jakob Balkhausen, Maximilian Bell, Idil Kutay, Liza Vjera Lozica, Francesco Luccii, Jacob Phillips, Gonzalo Quinchahual, Rommie Rochell, Ilia Skvirskii, Pete Thanapat, Isabel Weller

Musikalische Leitung: Leo McFall
Inszenierung: Brigitte Fassbaender
Bühne | Kostüme: Dietrich von Grebmer
Choreographie: Rosita Steinhauser
Dramaturgie: Florian Amort

SYMPHONIEORCHESTER VORARLBERG

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

DAUER: ca. 2 ½ Stunden (inklusive Pause)

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Oper

Hold Your Breath

Éna Brennan | Hugo Canoilas | David Pountney

Premiere: 15.8.2024

Oper (2024)
Libretto von David Pountney
Uraufführung
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

In einer Gesellschaft, deren Leben emotionslos von einzelnen Akteur:innen organisiert wird, versucht eine junge Frau, die Erinnerung an ihre Großmutter wachzuhalten. Die Menschen finden sich plötzlich mit einer Kreatur konfrontiert, deren Bewegungen alle ergreift und verändert. Einige behaupten, dieses an einen geheimnisvollen Oktopus erinnernde Wesen geschaffen zu haben. Was hat diese Kreatur mit den Menschen selbst zu tun und haben sie ihr Leben in der Hand?

Aus einem mehrjährigen Arbeitsprozess im Opernatelier zwischen der Komponistin Éna Brennan, dem Regisseur und Librettisten David Pountney und dem bildenden Künstler Hugo Canoilas entsteht ein Musiktheater für die Werkstattbühne. Eines der faszinierendsten – und wohl intelligentesten – Lebewesen auf unserem Planeten, ein Oktopus, spielt dabei von Anfang an eine wesentliche Rolle. Die Stimmen und Bewegungen der Sänger:innen und Tänzer:innen verbinden sich gemeinsam mit live gespielten und elektronisch weitergetragenen Klängen der Musiker:innen zu einem Musiktheater für alle Sinne.

Als Geigerin und Komponistin wandelt Éna Brennan zwischen verschiedenen Welten. Ihre Kurzoper Rupture als Teil der 20 Shots of Opera an der Irish National Opera fand 2020 international Beachtung. Der bildende Künstler Hugo Canoilas verwandelt seine Ausstellungsräume oft in begehbare Bühnen. In Lissabon geboren, lebt der multimedial arbeitende Künstler in Wien, New York und Portugal. David Pountney kehrt zurück nach Bregenz, wo er mit mehreren Inszenierungen für die Seebühne die Bregenzer Festspiele prägte, die er von 2004 bis 2014 als Intendant leitete.

The Official: Scott Hendricks
The Red Leader | Priest | Dollmaker | Speaker: Sam Furness
The Black Leader | Dollmaker: Maria Hegele
The Nurse | Dollmaker: Idunnu Münch
The Granddaughter | Dollmaker | Woman: Shira Patchornik

Musik: Éna Brennan
Inszenierung: David Pountney
Raum | Kostüme: Hugo Canoilas
Choreographie: Caroline Finn
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Mitglieder des SYMPHONIEORCHESTERS VORARLBERG

DAUER: ca. 90 Minuten (keine Pause)

Auftragswerk der Bregenzer Festspiele im Rahmen des Opernateliers.
In Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Bregenz


TICKET-KATEGORIEN:

Wir bieten für die Oper Hold Your Breath zwei Ticket-Kategorien an: Sitzplatz-Karten im nummerierten Zuschauerraum und Stehplätze, die einladen die Inszenierung beim Herumgehen aus verschiedenen Blickwinkeln und unmittelbar zu erleben.

SITZPLÄTZE | Sie haben im Saalplan die Möglichkeit Ihre Sitzplätze in den Sektoren A, B, C oder D zu buchen.
PREIS EUR 38

STEHPLÄTZE – ZUM WANDELN UND UNMITTELBAREN ERLEBEN | Im Saalplan können Sie diese Plätze mit Klick in die Mitte „Stehplätze – Zum Wandeln und unmittelbaren Erleben“ buchen.
PREIS EUR 22

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Operette

Hotel Savoy

Oder ich hol' dir vom Himmel das Blau
Eine Hybridoperette mit der Musicbanda Franui (2024)

Premiere: 21.7.2024

Konzeption von Gwendolyne Melchinger, Corinna von Rad und Andreas Schett nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Roth (1924)
Mit Musik von Paul Abraham, Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Oscar Straus u. a., bearbeitet von Markus Kraler und Andreas Schett
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

In Joseph Roths frühem Roman wird ein Hotel zur Metapher für die durch den Ersten Weltkrieg aus den Fugen geratene Welt.

Die Erfahrungen von Exil und Verlorenheit sind dem Text eingeschrieben. Gestrandete Existenzen, Soldaten, Bankrotteure, üble und andere Profiteure, echte und unechte Künstler:innen sowie Prostituierte haben sich dort niedergelassen. Sie alle warten auf die Ankunft des Hotelbesitzers und Milliardärs Bloomfield aus Amerika – wie auf den Messias. Allen voran der Kriegsheimkehrer Gabriel Dan. Aber Bloomfield hat mit seinem Besuch etwas ganz anderes im Sinn als die Rettung des Hotels Savoy und seiner Gäste …

Der Roman dient als Handlungsfaden dieses Musiktheaters. Nahezu alle Komponisten der Silbernen Operettenära verbindet eine gemeinsame Geschichte: Sie wurden von den Nationalsozialist:innen vertrieben. So verschwand auch die Kunst der Unterhaltungsmusik aus dem deutschsprachigen Raum – ein Verlust, den die europäische Klassikwelt bis heute nicht überwunden hat. Das Schicksal Paul Abrahams steht sinnbildlich für das Leid vieler erfolgreicher Musiker:innen der Weimarer Republik: Verrückt geworden dirigiert er am Times Square den Verkehr.

In Kenntnis dieser Lebensgeschichten kann die Operettenmusik, sozusagen mit einem Ohr rückwärts und einem weit in der Zukunft, auch anders und aufregend neu gehört werden. In dieser neuen Lesart werden die größten Hits aus der Zeit zwischen 1900 und 1935 von der Musicbanda Franui musikalisch bearbeitet und rekomponiert.

Mit: Gábor Biedermann, Boris Burgstaller, Josefin Feiler, Moritz Kallenberg, Josephine Köhler, Klaus Rodewald, Paula Skorupa, Felix Strobel

Musikalische Leitung: Andreas Schett
Inszenierung: Corinna von Rad
Bühne: Ralf Käselau
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger

MUSICBANDA FRANUI

DAUER: ca. 2 Stunden (keine Pause)

Eine Produktion des Schauspiels Stuttgart und der Staatsoper Stuttgart

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Schauspiel

Der zerbrochne Krug

Heinrich von Kleist

Premiere: 18.6.2024

Ein Lustspiel (1808, rev. 1811)
Fassung von Anne Lenk und David Heiligers (2021)
Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin

Im Dorfe Huisum ist Gerichtstag und Richter Adam stolpert gleich am Morgen aus dem Bett und über sich selbst. Jedenfalls behauptet er das. Denn sosehr dieser Adamsfall als Metapher stimmt, ist dies tatsächlich nur die erste einer Vielzahl von Lügen, die der Richter ungeniert von sich geben wird.

Der wirkliche Grund für seinen lädierten Fuß und das zerschundene Gesicht ist die Folge eines Missbrauchs, den er in der Nacht zuvor begangen hat: Die junge Eve in deren Zimmer bedrängend, wird er überrascht von ihrem Verlobten Ruprecht und verletzt sich beim flüchtenden Sprung durchs Fenster. Obendrein geht dabei ein Krug entzwei. Mit diesem zieht Eves Mutter Marthe nun vor Gericht und bezichtigt Ruprecht des nächtlichen Übergriffs. Jener widerspricht heftig, während Eve von Adam erpresst wird und schweigt. Dies alles im Beisein von Schreiber Licht, der klüger und mitwissender ist, als er es zeigt, sowie unter den Augen der neuen Gerichtsrätin Walter, die zur Prüfung und Revision der Justiz angereist ist. In aller Öffentlichkeit macht Adam sich demnach selbst den Prozess, wobei sein Ziel offensichtlich ist: Ruprecht als Täter verurteilen und den Fall schnell zu den Akten legen.

Was Kleists Drama von 1811 zur Komödie macht, ist vor allem die Dreistigkeit, mit der hier vom Patriarchat Macht ausgeübt wird, Positionen gesichert und Verhältnisse zementiert werden. Die Wahrheit zählt dabei nicht im Geringsten; stattdessen gilt es, unverfroren und skrupellos jede Verantwortung von sich zu schieben, gestützt von einer Gesellschaft, die scheinheilig mitspielt und sich vormacht, es würde sie die Gerechtigkeit interessieren.

DAUER: ca. 1 ½ Stunden (keine Pause)

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Schauspiel

Mondmilch trinken

Josef Maria Krasanovsky

Uraufführung: 1.8.2024

Kugeln schwitzen zu Gymnastik, Köchinnen mischen Mondmilch, eine Braut mit Vorschlaghammer räumt Wände zur Seite und übergewichtige Papageien kämpfen um Gerechtigkeit.

Das neue Stück des in Salzburg geborenen Autors und Regisseurs Josef Maria Krasanovsky verdichtet die Fragen der Gegenwart zu einem temporeichen, absurden Bilderreigen. Die unter den Rädern, die auf den Hund kommen, sind nicht immer am gesellschaftlichen Rand und ganz weit weg – die sind auch wir, das sind einfach alle. Die Menschen, die Tiere, das Klima, der Weltraum, die eigenen und geliehenen Meinungen. Wir dealen ja nicht so offensichtlich mit dem Teufel, wir dealen vielmehr mit uns selbst und unserem Gegenüber, beim Liebemachen, beim Wählen, beim Verzweifeln, beim Protestieren, beim Spenden … Aus dem Wettbewerb der Österreichischen Theaterallianz 2023 mit dem vorgegebenen Thema »Deal or no deal«, angelehnt an Carl Maria von Webers Der Freischütz, ging Josef Maria Krasanovskys Mondmilch trinken als Siegerstück hervor. Die Koproduktion mit dem klagenfurter ensemble und dem Theater KOSMOS in Bregenz wird anschließend auch an den weiteren Spielstätten der Theaterallianz zu erleben sein.

Inszenierung | Bühne: Josef Maria Krasanovsky
Video: Dominika Kalcher

Koproduktion mit dem klagenfurter ensemble und dem Theater KOSMOS. In Kooperation mit der Österreichischen Theaterallianz

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Familienprogramm

Luft-i-Kuss

Eine magische Blasmusik-Show

Dirigent: Martin Schelling, Mathias Schmidt
Sprecher: George Nussbaumer
Musiker:innen des Vorarlberger Blasmusikverbandes


Der Direktor des Zirkus Luft-i-Kuss weiß nicht mehr weiter: Kurz vor der Schweizer Grenze entgleist der Sonderzug samt Tieren, Musiker:innen und Artist:innen. Ein Schicksalsschlag für den gesamten Zirkus, der unerwartete Probleme nach sich zieht. Schließlich muss der Direktor auch noch die Auflösung seiner Zirkusband beklagen. Ein Zirkus ohne Musik? Unvorstellbar! Doch zum Glück hat die geniale Zirkusmagierin eine zauberhafte Idee: Kurzerhand verwandelt sie alle Artist:innen in wunderbare Instrumententiere, um mit einem Benefizkonzert im Bregenzer Festspielhaus die Weiterfahrt zu retten.

Aus dem Vorarlberger Blasmusikverband hat sich ein riesiges Blasorchester zusammengefunden, das in einem szenischen Konzert die vielfältige Farbenpracht eines Zirkus präsentiert.

VORSTELLUNG FAMILIEN 2. Juni 2024 - 11.00 Uhr, Festspielhaus | Großer Saal
BUCHUNG unter +43 5574 407-6 oder ticket@bregenzerfestspiele.com

VORSTELLUNG SCHULKLASSEN 3. Juni 2024 – 10.00 Uhr, Festspielhaus | Großer Saal
ANMELDUNG SCHULKLASSEN unter jungefestspiele@bregenzerfestspiele.com

DAUER ca. 1,5 Stunden
PREIS EUR 8 für Schulklassen und Familienpassbesitzer:innen | EUR 10 Normalpreis
Preis pro Person inkl. Begleitmaterial

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Kindertheater

Pinocchio

Christof Dienz

Premiere: 22.6.2024

Kinderoper (2022, rev. 2023)
Libretto von Gerhard Dienstbier nach dem Kinderbuch
Die Abenteuer des Pinocchio. Geschichte eines Hampelmanns
von Carlo Collodi (1883)

Pinocchio ist ein Zappelphilipp, ein Hans Guck-in-die-Luft. Er ist laut, aufgedreht, springt herum, stört und unterbricht andere Kinder. Er redet ständig und hört nicht zu.

Eigentlich geht er allen auf die Nerven und gerät dabei immer wieder in Gefahr. Zugleich ist er offen, kontaktfreudig, kreativ und kann sich leicht für eine Sache begeistern. Warum streunt er durch die Welt und kehrt nicht zu seinem Vater Geppetto zurück? Einfach aus Lust und Laune? Wehrt er sich gegen etwas? Ist er einfach ein hyperaktives Kind? Hat es etwas mit beginnender Pubertät zu tun? Zuletzt ist er es, der seinen Vater rettet, an diesem Moment reift und Verantwortung übernimmt.

Pinocchio: Antonine Vernotte
Geppetto: André Angenendt
Grille: Adèle Clermont
Theaterdirektorin | Wirtin: Anna Clare Hauf
Ein Räuber | Ein Betrüger | Der grüne Fischer: Günther Strahlegger

Inszenierung: Jevgenij Sitochin
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Isis Flatz
Licht: Jürgen Erntl
Leitung: Jugendchor Jakob Peböck, Victoria Türtscher

SUPERAR JUGENDCHOR

Violine: Sophie Schafleitner
Klarinette | Bassklarinette: Walter Seebacher
Akkordeon: Georgios Lolas
Schlagwerk: Maria Chlebus

Koproduktion mit der Taschenoper Wien und dem Theater Granit

Vorstellung für Familien
22. Juni 2024 – 18.00 Uhr
23. Juni 2024 – 11.00 Uhr
BUCHUNG unter +43 5574 407-6 oder ticket@bregenzerfestspiele.com

Vorstellung für Schulklassen
24., 25., 26., 27. Juni 2024 – 10.00 Uhr
Vorbereitungsworkshops für Schulklassen im Frühjahr 2024 (kostenfrei)
ANMELDUNG SCHULKLASSEN unter jungefestspiele@bregenzerfestspiele.com

DAUER 60 Minuten (keine Pause) ALTER 6–12 Jahre
PREIS EUR 8 für Schulklassen und Familienpassbesitzer:innen | EUR 10 Normalpreis pro Person (inkl. Begleitmaterial)

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Konzert

Wiener Symphoniker - Giedrė Šlekytė

Dirigentin: Giedrė Šlekytė
Violoncello: Kian Soltani


Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll, op. 129
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (»Titan«) D-Dur

Wie in einem Schaffensrausch komponierte Robert Schumann 1850 – kurz nach seiner Übersiedelung nach Düsseldorf – innerhalb von zwei Wochen sein Cellokonzert a-Moll. Doch das Stück mit seinen vielen Charakterwechseln fand zunächst wenig Anklang. Eine Uraufführung zu Lebzeiten des Komponisten kann bis heute nicht nachgewiesen werden. Ausnahmecellist Kian Soltani, der bereits mehrfach bei den Bregenzer Festspielen das Publikum begeistern konnte, tritt den Gegenbeweis an, gemeinsam mit der litauischen Dirigentin Giedrė Šlekytė und den Wiener Symphonikern. Ebenfalls zu hören ist Gustav Mahlers mit volkstümlichen Tänzen und naturhaften Klängen durchzogene 1. Symphonie. Doch auch hier wird die Idylle immer wieder gestört …

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Kammerkonzert

Ganz persönlich 1 | Vienna Symphony Jazz Project

VIENNA JAZZ PROJECT
Violine: Nicolas Geremus
Kontrabass: Ernst Weissensteiner
Saxophon: Siegfried Küblböck
Trompete: Heinrich Bruckner, Andreas Gruber, Christian Löw
Posaune: Walter Voglmayr, Otmar Gaiswinkler, Reinhard Hofbauer
Schlagwerk: Christian Eberle
Vibraphon: Friedrich Philipp-Pesendorfer


»A Night at the Opera and more« mit Ohrwurmmelodien unter anderem aus Rigoletto, Aida, Carmen, Hoffmanns Erzählungen, Turandot und West Side Story in jazzigen Arrangements von Friedrich Philipp-Pesendorfer

Ohne Frack und ohne Taktstock präsentieren Mitglieder der Wiener Symphoniker in wechselnden Kammermusik-Besetzungen ihre Lieblingskompositionen. Ganz nah, ganz anders, ganz persönlich.

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Konzert

Wiener Symphoniker - Enrique Mazzola

Dirigent: Enrique Mazzola
Klarinette: Sabine Meyer


Emilie Mayer: Faust-Ouvertüre, op. 46
Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 f-Moll, op. 73
Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge. Symphonische Dichtung für Orchester
Igor Strawinski: Der Feuervogel. Ballettsuite für Orchester (1945)

Carl Maria von Weber liebte die Klarinette. Für den berühmten Soloklarinettisten der Münchner Hofkapelle, Heinrich Joseph Baermann, komponierte er weit vor der Entstehung seines Freischütz zahlreiche Werke, darunter auch das Konzert f-Moll. In Bregenz wird es die Klarinettistin Sabine Meyer spielen, die weltweit zu den renommiertesten Solist:innen ihres Instruments gehört. Am Pult der Wiener Symphoniker: der Conductor in Residence Enrique Mazzola, der neben Emilie Mayers schaurig-düster instrumentierten Faust-Ouvertüre und Modest Mussorgskis symphonischer Dichtung Eine Nacht auf dem kahlen Berge, die den Tanz der Hexen in der Johannisnacht beschreibt, auch eine Suite aus dem Ballett Der Feuervogel von Igor Strawinski dirigieren wird.

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Konzert

Wiener Symphoniker 2 - Enrique Mazzola

Dirigent: Enrique Mazzola
Klarinette: Sabine Meyer
Wiener Symphoniker


Emilie Mayer: Faust-Ouvertüre, op. 46
Carl Maria von Weber: Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 f-Moll, op. 73
Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge. Symphonische Dichtung für Orchester
Igor Strawinski: Der Feuervogel. Ballettsuite für Orchester (1945)

Carl Maria von Weber liebte die Klarinette. Für den berühmten Soloklarinettisten der Münchner Hofkapelle, Heinrich Joseph Baermann, komponierte er weit vor der Entstehung seines Freischütz zahlreiche Werke, darunter auch das Konzert f-Moll. In Bregenz wird es die Klarinettistin Sabine Meyer spielen, die weltweit zu den renommiertesten Solist:innen ihres Instruments gehört. Am Pult der Wiener Symphoniker: der Conductor in Residence Enrique Mazzola, der neben Emilie Mayers schaurig-düster instrumentierten Faust-Ouvertüre und Modest Mussorgskis symphonischer Dichtung Eine Nacht auf dem kahlen Berge, die den Tanz der Hexen in der Johannisnacht beschreibt, auch eine Suite aus dem Ballett Der Feuervogel von Igor Strawinski dirigieren wird.

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Lesung

Musik & Poesie 1

Erzähler: Michael Köhlmeier
Mezzosopran: Corinna Scheurle
Bariton: Maximilian Krummen


Marcus Nigsch Landkarte eines Verbrechens Liederzyklus auf Gedichten von Michael Köhlmeier für Mezzosopran, Bariton, Erzähler:in, Klarinette, Streichtrio und Kontrabass – Uraufführung

Landkarte eines Verbrechens

Die Bregenzer Festspiele verbindet seit einigen Jahren eine enge Zusammenarbeit sowohl mit dem »Meister des Erzählens«, Michael Köhlmeier, als auch mit dem mehrfach ausgezeichneten Komponisten Marcus Nigsch, beide in Vorarlberg lebend. Nach Der Liebhaber bald nach dem Frühstück und Ein Vorbild für die Tiere erscheint 2024 im Carl Hanser Verlag Köhlmeiers dritter Gedichtband Im Lande Utz. Zu einem Zyklus mit dem Titel Landkarte eines Verbrechens zusammengeschmiedet, wird Marcus Nigsch eine Auswahl für ein Kammermusikensemble, zwei Solist:innen und Erzähler:in vertonen. Bei der Uraufführung können Sie Michael Köhlmeier selbst als Erzähler erleben.

DAUER ca. 70 Minuten (keine Pause)

Auftragswerk der Bregenzer Festspiele

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Konzert

Ganz persönlich 2 | Mitglieder der Wiener Symphoniker

Oboe: Ines Galler-Guggenberger, Adelheid Bosch-Egger
Klarinette: Gerald Pachinger, Martin Rainer
Bassetthorn: Alexander Neubauer, Sabrina Rainer-Reheis
Fagott: Richard Galler, Magdalena Pramhaas
Horn: Peter Dorfmayr, Georg Sonnleitner, Armin Berger, Eric Kushner
Kontrabass: Ernst Weissensteiner


Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 10 (»Gran Partita«) B-Dur für zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Bassetthörner, vier Hörner, zwei Fagotte und Kontrabass, KV 361 (370a)

Ohne Frack und ohne Taktstock präsentieren Mitglieder der Wiener Symphoniker in wechselnden Kammermusik-Besetzungen ihre Lieblingskompositionen. Ganz nah, ganz anders, ganz persönlich.

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Lesung

Musik & Poesie 2

Lesung: Sarah Viktoria Frick
Klavier: Sergey Tanin


Der Freischütz. Eine Volkssage

1810 erschien in Leipzig das Gespensterbuch, eine Sammlung von Gruselgeschichten, die sogleich für Furore sorgen sollte. Einer der ersten begeisterten Leser war der erst 23-jährige Carl Maria von Weber. Vor allem die tragisch-düstre Erzählung Der Freischütz von August Apel hatte es ihm angetan. Gemeinsam mit einem Freund entwarf er sofort ein Opernszenarium. Doch erst 1817 sollte Weber das Projekt wieder aufnehmen. Den Theaterkonventionen der damaligen Zeit folgend, milderte der Librettist Johann Friedrich Kind viele Motive der Originalnovelle ab und begnadigte den von magischen Freikugeln angefixten Max. Die Burgschauspielerin Sarah Viktoria Frick präsentiert hingegen das Original von 1810 – und damit auch den tragischen, erschütternden Schluss. Der Pianist Sergey Tanin, der vorigen Sommer bei den Bregenzer Festspielen debütierte, wird mit Musik aus der Entstehungszeit die Lesung erweitern.

DAUER ca. 70 Minuten (keine Pause)

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Bewertungen & Berichte Musik & Poesie 2

Konzert

Wiener Symphoniker 3 - Petr Popelka

Dirigent. Petr Popelka
Prager Philharmonischer Chor


Carl Maria von Weber. Ouvertüre zur Oper Euryanthe
Robert Schumann. Symphonie Nr. 3 (»Rheinische«) Es-Dur, op. 97
Thomas Larcher. Love and the Fever. Für Chor und Orchester nach acht Gedichten von Miyazawa Kenji

Im Galopp, geradezu ritterlich vorwärtsdrängend, beginnt das Bregenzer Debütkonzert des designierten Chefdirigenten der Wiener Symphoniker, Petr Popelka. Doch wie schon beim Freischütz präsentiert Carl Maria von Weber in der Ouvertüre zur großen romantischen Oper Euryanthe ebenso dämonische Klänge. In Robert Schumanns 3. Symphonie hört man hingegen ungetrübte Lebensfreude. Ihren Beinamen »Rheinische« bekam sie nicht vom Komponisten selbst, er bezieht sich aber auf den Entstehungsort Düsseldorf. Erneut ist auch ein neues Werk des österreichischen Komponisten Thomas Larcher zum ersten Mal in Bregenz zu hören, diesmal für Chor und Orchester, basierend auf Texten des japanischen Dichters Miyazawa Kenji.

Auftragswerk des Mitteldeutschen Rundfunks, der Bregenzer Festspiele, der Filharmonie Brno und der NTR ZaterdagMatinee

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Konzert

Konzert im KUB

THE PRESENT
Sopran: Hanna Herfurtner, Olivia Stahn
Alt: Bernadette Beckermann
Tenor: Tim Karweick
Bass: Felix Schwandtke


Ja! Max und Agathe möchten es sich sagen, vor allen anderen. Obwohl ihr Vater ihn für einen Schwächling hält. Obwohl er Angst vor dem eigenartigen Ritual des Probeschusses hat. Dieser positive Trotz in Carl Maria von Webers Der Freischütz hat Hanna Herfurtner, eine der Sängerinnen des Ännchen auf der Seebühne, und ihr Vokalensemble The Present zu einem vielfältigen Programm inspiriert. Beharrlich hält das Ich in Johann Sebastian Bachs Jesu, meine Freude an seinem Glauben fest und trotzt den krachenden höllischen Schrecken. Zwischen die Strophen dieser bekannten Motette schrieb der Komponist Reiko Füting neue Strophen auf Texte zeitgenössischer Dichter:innen, die vom Mut handeln, die Hoffnung aufrechtzuerhalten. Trotz der realen Schrecken des Dreißigjährigen Krieges, in dessen Zeit die Freischütz-Handlung ursprünglich spielt, wird in Liedern von Heinrich Albert die wundersame Natur besungen. Mit Musik aus mehreren Jahrhunderten verströmen die fünf Sänger:innen eine positive Energie durch die Räume des Kunsthaus Bregenz.

DAUER ca. 1 Stunden (keine Pause)

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Konzert

Ganz persönlich 3 | HABE Quartett

HABE Quartett
Violine: Alexander Burggasser, Ai Miwa
Viola: Johannes Flieder
Violoncello: Michael Vogt
Klarinette: Gerald Pachinger


Wolfgang Amadeus Mozart: Quartett Nr. 17 (»Jagdquartett«) B-Dur für zwei Violinen, Viola und Violoncello, KV 458
Carl Maria von Weber: Quintett B-Dur für Klarinette, zwei Violinen, Viola und Violoncello, op. 34

Ohne Frack und ohne Taktstock präsentieren Mitglieder der Wiener Symphoniker in wechselnden Kammermusik-Besetzungen ihre Lieblingskompositionen. Ganz nah, ganz anders, ganz persönlich.

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Konzert

Orchesterakademie

Dirigent: Daniel Cohen
Sopran: Marlis Petersen


Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr. 1 für großes Orchester, op. 9b
Richard Strauss: Ausgewählte Orchesterlieder
Béla Bartók: Konzert für Orchester, Sz 116

Eine Woche arbeiten die jungen Musiker:innen im Alter zwischen 17 und 27 Jahren mit dem israelischen Dirigenten Daniel Cohen an ihrem ersten gemeinsamen Konzert. Und sie haben sich viel vorgenommen: Arnold Schönbergs für die musikalische Moderne richtungsweisende Kammersinfonie Nr. 1 ist ebenso zu hören wie Béla Bartóks Konzert für Orchester, das den Musiker:innen große Virtuosität und brennende Leidenschaft abverlangt. Ferner proben sie gemeinsam mit Sopranistin Marlis Petersen Orchesterlieder von Richard Strauss. Mit der 2022 ins Leben gerufenen Orchesterakademie setzen die Bregenzer Festspiele zusammen mit den Wiener Symphonikern und der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik ein wichtiges Zeichen für den künstlerischen Nachwuchs.

Die Bregenzer Festspiele und die Wiener Symphoniker in Zusammenarbeit mit der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik

DAUER: ca. 2 Stunden (inklusive Pause)

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Lesung

Musik & Poesie 3

Kunstpfeifen: Nikolaus Habjan
Klavier: Ines Schüttengruber


»Ich pfeif' auf die Sobotka«

Nikolaus Habjan hat sich nicht nur als Regisseur und Puppenspieler einen Namen gemacht, er hat auch die außergewöhnliche Musikform des Kunstpfeifens wieder neu entdeckt. Heute gilt er als einer der besten Kunstpfeifer weltweit: Keine Koloratur ist ihm zu verrückt, kein Spitzenton zu hoch. Unter dem Titel »Ich pfeif ’ auf die Sobotka« präsentiert er gemeinsam mit Ines Schüttengruber ein ganz spezielles Programm und lässt darin humorvoll die zehn Jahre der zu Ende gehenden Intendanz von Elisabeth Sobotka in Bregenz Revue passieren. Ein halsbrecherisch gepfiffener Abend mit den beliebtesten Arien aus der Welt der Oper und Elisabeth Sobotkas ganz persönlichen Lieblingsnummern.

DAUER ca. 70 Minuten (keine Pause)

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Konzert

Symphonieorchester Vorarlberg - Leo McFall

Dirigent. Leo McFall
Violine. Franziska Hölscher


Antonín Dvořák. Carneval. Ouvertüre für großes Orchester op. 92
Ondřej Adámek. Follow me. Konzert für Violine und Orchester
Ludwig van Beethoven. Symphonie Nr. 6 (Pastorale) F-Dur, op. 68

Von der Natur, die in Carl Maria von Webers Der Freischütz auch in ihren unheimlichen Klängen zu hören ist, erzählt Ludwig van Beethoven in einer ganzen Symphonie, seiner berühmten Pastorale. Einen zweiten Schwerpunkt der traditionellen Matinee zum Saisonende mit dem Symphonieorchester Vorarlberg und Chefdirigent Leo McFall bildet ein Werk von Ondřej Adámek. In seiner musikalischen Sprache kombiniert der in Prag geborene Komponist, Dirigent und Chorleiter Elemente zeitgenössischer klassischer Musik mit umgewandelten musikalischen Elementen entfernter Kulturen. So auch in seinem 2017 uraufgeführten Violinkonzert Follow me, dessen Solopart die junge Geigerin Franziska Hölscher spielt wird. Und am Beginn des Konzerts erklingt Antonín Dvořáks quirlige Ouvertüre Carneval, Teil eines Zyklus mit dem Titel Natur, Leben und Liebe.

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3

Bregenzer Festspiele

Große Oper mit Seeblick

Anspruchsvolles Musiktheater, beste Unterhaltung für ein großes Publikum und bleibende Momente unter freiem Himmel gehören bei den Bregenzer Festspielen zusammen. Die größte Seebühne der Welt ist Hauptanziehungspunkt des Sommerfestivals, zu dem alljährlich im Juli und August über 200.000 Besucher strömen. Wenn die Sonne langsam im Bodensee versinkt und die Lichter rund um das Ufer erglühen, beginnen für rund 7.000 Besucher spektakuläre Opern-Inszenierungen in außergewöhnlichen Bühnenbildern.

Ein wichtiger Akteur ist die Opernkulisse. Sogar James Bond wurde auf die preisgekrönten Bühnenbilder aufmerksam und jagte in Ein Quantum Trost Bösewichte quer durch das Festspielareal. Wenn der Blick des Zuschauers nach links und rechts schweift, fällt ein anderer entscheidender Faktor ins Auge: die Natur mit ihren nahen Alpengipfeln und dem Vorarlberger Bodensee. Urbanes Flair und die entspannte Stimmung eines lauen Sommerabends machen das Erlebnis Seebühne komplett. Eine neugierig vorbeischwimmende Entenfamilie passt da bestens ins Bild.

1946 begann das Spiel auf dem See, heute ist es das Herzstück eines international renommierten Festivals. Dazu gehören auch die Oper im Festspielhaus, Konzerte mit den Wiener Symphonikern und dem Symphonieorchester Vorarlberg sowie zeitgenössische Werke auf der Werkstattbühne. Sehenswerte Museen und Galerien – sowohl in Bregenz als auch im umgebenden Vier-Länder-Eck – tragen zu einem stimmigen Gesamtbild bei. Kunst und Kultur sind hier nicht einer kleinen Kulturelite vorbehalten, sondern für alle da.

„Festspiele wie diese sind eine ideale Einstiegsdroge“, befand die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Und das ZDF heute journal titelte: „Für ein paar Wochen im Sommer ist Bregenz eben immer auch ein bisschen Hollywood.“

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